Donnerstag, 15. Oktober 2015

Bluttat Heuschreck: Keine der 18 Verletzungen war tödlich

Alessandro Heuschreck ist verblutet. Zu diesem Schluss sind die beiden Gutachter, Gabriella Trenchi und Mattia Barbareschi gekommen, die Staatsanwältin Daniela Pol beauftragt hatte.

Alessandro Heuschreck und Ester Quici
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Alessandro Heuschreck und Ester Quici

Den beiden Medizinern zufolge sei keine der 18 Stich- und Schnittverletzungen, die am Körper des 50-Jährigen festgestellt wurden, tödlich. Der Blutverlust aus den Wunden hatte laut Gutachten innerhalb etwa einer halben Stunde zum Tod geführt. Allerdings, so die Gutachter, wäre es durchaus möglich, dass Heuschreck zwei der Wunden von einer zweiten Person zugefügt wurden.

Heuschrecks Lebensgefährtin, Ester Quici (34), die unter Mordverdacht im Hausarrest sitzt, hatte in ihrer Aussage erklärt, Heuschreck habe sich an jenem 21. März in ihrer gemeinsamen Wohnung in der Bozner Freiheitsstraße die Wunden selbst zugefügt, sie habe versucht ihn daran zu hindern.

Die Rettungskräfte hatte sie allerdings erst gerufen, als es bereits zu spät war. Der 50-Jährige war bereits vor dem Eintreffen des Notarztes verblutet. Ein Gutachten der Spurensucher des RIS zur genauen Dynamik der Blutet steht noch aus.

stol/cu

stol