Dienstag, 15. Januar 2019

Bluttat im Wiener Hauptbahnhof: Täter und Opfer Geschwister

Bei der in der Nacht auf Dienstag in der Halle des Hauptbahnhofs in Wien-Favoriten erstochenen 25-jährigen Frau handelte es sich um die Schwester des 21-jährigen Tatverdächtigen. Das sagte Polizeisprecher Daniel Fürst am Dienstag auf Nachfrage der Nachrichtenagentur APA.

Trotz Wiederbelebungsversuchen ist die Spanierin noch am Tatort verstorben.
Trotz Wiederbelebungsversuchen ist die Spanierin noch am Tatort verstorben. - Foto: © APA

Im Wiener Hauptbahnhof ist in der Nacht auf Dienstag eine 25 Jahre alte Frau erstochen worden (STOL hat berichtet). Der Täter wurde gefasst. Zwischen der Frau und dem Mann war es offenbar zu einem Streit gekommen, sagte Polizeisprecher Daniel Fürst zur APA. In welcher Beziehung Opfer und Täter zueinander standen, war noch unklar.

Die Messerattacke wurde am Ende der Passage von der U-Bahn zum Geschäftsbereich des Bahnhofs im zweiten Untergeschoß verübt. Um 1.15 Uhr wurden die Einsatzkräfte in das Gebäude im Bezirk Favoriten gerufen. Reanimationsversuche von Polizisten waren erfolglos, berichtete Fürst. Die Frau starb noch an Ort und Stelle. Das Tatmesser wurde sichergestellt und der 21-Jährige festgenommen.

Bruder und Schwester aus Spanien - unklar, ob Touristen

Opfer und Tatverdächtiger sind spanische Staatsbürger, ob sie Touristen sind oder sich schon länger in Österreich aufgehalten haben, sei noch Gegenstand von Ermittlungen.

Über die Hintergründe der Tat und weitere Details wollte die Polizei am Dienstagvormittag vorerst nichts sagen. Die Einvernahme des Tatverdächtigen, die seit den frühen Morgenstunden stattfindet, müsse abgewartet werden.

8 Security-Mitarbeiter haben Täter blockiert

„Der Mann ist von der Kassenhalle hinuntergelaufen, das spätere Opfer lief ihm hinterher“, berichtete Daniel Pinka, Pressesprecher der ÖBB. „Dann hat er seinen Rucksack auf den Boden gestellt, lief zu der Frau und stach mit einem Messer zu. Ob er das Messer aus dem Rucksack genommen hat, kann ich nicht sagen.“ Acht Security-Mitarbeiter der ÖBB hätten den Mann sofort am Boden fixiert und der Frau Erste Hilfe geleistet.

apa

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stol