Freitag, 20. Juli 2018

Bluttat in Bus in Lübeck: 9 Verletzte

Bei einer Bluttat in einem Linienbus sind am Freitag in der deutschen Stadt Lübeck 9 Menschen verletzt worden. Laut Polizei erlitten 3 von ihnen mittelschwere und 6 weitere leichte Verletzungen. Der Angreifer ist ein 34-jähriger deutscher Staatsangehöriger.

Polizisten und Helfer in der Nähe des Tatorts in Lübeck. - Foto: APA (dpa)
Polizisten und Helfer in der Nähe des Tatorts in Lübeck. - Foto: APA (dpa)

Der Täter sei von Fahrgästen überwältigt worden und befinde sich in Polizeigewahrsam, sagte eine Sprecherin der Lübecker Staatsanwaltschaft. Zudem sei der Kampfmittelräumdienst im Einsatz, um einen verdächtigen Rucksack in dem Bus zu untersuchen.

„Nichts ist auszuschließen, auch kein terroristischer Hintergrund”, sagte die Staatsanwaltschaftssprecherin. Die Umgebung der betroffenen Bushaltestelle im Stadtteil Kücknitz wurde weiträumig abgesperrt.

Der Angreifer ist nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft ein 34-jähriger deutscher Staatsangehöriger. Das sagte die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst. Es sei möglich, dass er in einem anderen Land geboren sei, fügte sie hinzu. 

Täter attackierte Fahrgäste mit Messer

Nach Informationen der „Lübecker Nachrichten” attackierte der Angreifer die Fahrgäste mit einem Messer. Ein Anrainer sagte der Zeitung zum Tatgeschehen: „Die Passagiere sprangen aus dem Bus und schrien. Es war furchtbar. Dann wurden die Verletzten abtransportiert. Der Täter hatte ein Küchenmesser.”

Die Zeitung berichtete zudem unter Berufung auf einen Augenzeugen, der Bus sei voll besetzt in Richtung Travemünde unterwegs gewesen, als plötzlich ein Fahrgast einen Rucksack habe fallen lassen. Der Mann soll danach eine Waffe gezogen und Menschen angegriffen haben. Der Fahrer habe den Bus sofort gestoppt und geistesgegenwärtig die Türen geöffnet. So konnten die Passagiere flüchten.

apa/dpa

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stol