Freitag, 25. Juni 2021

Bluttat in Würzburg: 3 Tote – Täter festgenommen

Zu einer Bluttat größeren Ausmaßes ist es am späten Freitagnachmittag in der Würzburger Innenstadt gekommen.

Der Tatort wurde von der Polizei abgeriegelt.
Der Tatort wurde von der Polizei abgeriegelt. - Foto: © APA/dpa / Karl-Josef Hildenbrand
Bei der Messerattacke in Würzburg sind nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur 3 Menschen getötet und 5 Menschen verletzt worden. Die Hintergründe der Attacke am mitten in der Innenstadt waren zunächst unklar.

Bei dem mutmaßlichen Täter, der festgenommen wurde, handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 24 Jahre alten Mann aus Somalia. Er habe in Würzburg gelebt, sagte ein Polizeisprecher am Freitagabend vor Ort.

Ein Großteil des Gebietes wurde am Nachmittag abgeriegelt. Der mutmaßliche Täter sei überwältigt und festgenommen worden, hieß es. Die Polizei habe dafür schießen müssen. Ob der Mann verletzt wurde, wurde zunächst nicht gesagt.

Keine Hinweise auf weitere Täter

„Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter“, sagte ein Polizeisprecher. Die Gefahr für die Bevölkerung sei vorüber. Über die möglichen Motive des Festgenommenen wurde zunächst nichts bekannt. Die Polizei war nach eigenen Angaben gegen 17 Uhr alarmiert worden.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann war nach der Messerattacke auf dem Weg nach Würzburg. Er werde sich am Tatort ein Bild der Lage machen, sagte ein Sprecher des CSU-Politikers. Am Abend sollte sich Herrmann zudem zu dem Vorfall äußern.

Schock in Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder nannte die Nachricht von Toten und Verletzten bei einer Messerattacke am Freitag in Würzburg als entsetzlich und schockierend bezeichnet. „Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien“, schrieb der CSU-Politiker auf Twitter und fügte hinzu: „Wir bangen und hoffen mit den Verletzten.“ Söder dankte der Polizei für ihr rasches Eingreifen.

Polizei ruft zu Zurückhaltung auf

Die Polizei rief zur Zurückhaltung in den sozialen Netzwerken auf. „Bitte teilt keine Bilder oder Videos“, hieß es am Freitag in einem Tweet der Polizei. Sie forderte dazu auf: „Respektiert bitte die Privatsphäre der Opfer!“ In den sozialen Netzwerken gab es bereits kurz nach dem Ereignis erste Videos, die angeblich das Geschehen zeigen sollen.

Vor knapp fünf Jahren, am 18. Juli 2016, waren bei einer Attacke in einer Bahn bei Würzburg 4 Menschen schwer verletzt worden. Ein 17-jähriger afghanischer Flüchtling hatte mit einer Axt und einem Messer in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg die Reisenden angegriffen. Anschließend flüchtete er zu Fuß, attackierte eine Spaziergängerin und wurde schließlich von Polizisten erschossen. Die Ermittler gingen von einer islamistisch motivierten Tat aus.

Auch in Leifers war ein Mann am Freitag ausgerastet. Hier gab es mehrere Verletzte.

apa/stol

Alle Meldungen zu: