Sonntag, 12. März 2017

Bluttaten in Herne – Psychologin glaubt an Tat eines Narzissten

Die Bluttaten in Herne tragen nach Einschätzung einer Psychologin die Züge eines ausgeprägten Narzissmus.

Foto: © APA/DPA

Das zeige der Umstand, dass der mutmaßliche Täter sich mit der Leiche des neunjährigen Buben fotografiert und die Bilder verschickt habe, sagte Isabella Heuser von der Berliner Charite.

„Jemand, der bis dahin auf der Verliererseite gestanden hat, tut jetzt etwas ganz Außergewöhnliches, bei dem er sicher davon ausgehen kann, dass alle Menschen, die das sehen, davon sehr beeindruckt sind“, erläuterte die Direktorin der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie. Dazu passe die Darstellung der Polizei, Marcel H. habe sein Geständnis regelrecht diktiert.

Der 19-Jährige soll zunächst den neunjährigen Nachbarsbuben und später einen 22 Jahre alten Bekannten mit jeweils mehr als 50 Messerstichen getötet haben. Die Taten hatte er laut Polizei „eiskalt und emotionslos“ zugegeben. Marcel H. hatte sich am vergangenen Donnerstag der Polizei gestellt, womit eine dreitätige Großfahndung beendet wurde. Am Wochenende gab es in dem Fall keine neuen Erkenntnisse oder Entwicklungen.

apa/dpa

stol