<BR />In Südtirol sind bereits weit über 20.000 Hektar Fläche versiegelt – fast die Hälfte des begrenzten Dauersiedlungsraums. Versiegelung deckt natürlichen Boden mit Belägen wie Asphalt oder Beton ab – und beeinträchtigt zentrale Bodenfunktionen: Sie verschlechtert die Wasseraufnahme, erhöht das Hochwasserrisiko und reduziert wertvolle Lebensräume für Pflanzen und Tiere. „Gleichzeitig fehlen Grünflächen, die für Kühlung, Biodiversität und Lebensqualität unverzichtbar sind“, heißt es in einer Aussendung.<h3> Trendwende ist machbar</h3>Laut Plattform Land verdeutlicht die Entwicklung der letzten Jahre: Die jährliche Neuversiegelung schwankt, ein klarer rückläufiger Trend ist jedoch bislang nicht erkennbar. „Nach einem deutlichen Ausschlag nach oben in der Vergangenheit ist zuletzt wieder ein moderater Anstieg zu beobachten“, heißt es in einer Aussendung. <BR /><BR />Diese Entwicklung sei kritisch, aber nicht alternativlos – wichtig sei ein intelligenter und sparsamer Umgang mit den Flächen: „Seit Jahren setzt sich die Plattform Land dafür ein, Leerstände zu aktivieren und brachliegende Flächen zu nutzen“, führt Geschäftsführer Matthias Bertagnolli aus, „aber auch Gemeinden in einer flächensparenden Raumplanung zu unterstützen und Ortskerne lebendig zu halten.“ Ziel sei es, Klimaresilienz und Lebensqualität gleichzeitig zu steigern. <BR /><BR />Mit April 2026 startet zudem die Initiative „Südtirol saniert – gut beraten bauen und sanieren“. Mit Unterstützung des Landes Südtirol werden kostenlose und vergünstigte Energie- und Sanierungsberatungen für Private und Gemeinden angeboten. <BR /><BR />Auch der Wettbewerb für Entsiegelung und Bodenaufwertung 2026 setzt ein starkes Signal: Er soll funktionierende und übertragbare Lösungen sichtbar machen und zeigen, dass es bereits erfolgreiche Beispiele gibt und konkrete Veränderungen möglich sind. <BR /><BR />„Wenn wir jetzt konsequent auf Innenentwicklung, Entsiegelung und Qualität setzen, kann Südtirol eine Vorreiterrolle einnehmen. Die Lösungen liegen auf dem Tisch – entscheidend ist, dass wir sie gemeinsam umsetzen“, sagt Präsident Andreas Schatzer abschließend.