Sonntag, 20. August 2017

Body cams als „sanfte Waffe“

Sie könnten Gewalt eindämmen, bevor sie ausbricht und im Extremfall wichtiges Beweismaterial liefern: Videokameras, die von Polizeikräften am Körper getragen werden. In Hamburg oder Mailand sind Bodycams bereits im Einsatz. Schon bald könnten auch Gemeindepolizisten in Eppan damit unterwegs sein und eine Pionierrolle in Südtirol einnehmen. Das berichtet die "Zett" am Sonntag.

Foto: © STOL

Nun wagt der Präsident der Ortspolizei Südtirol, Christian Carli, auch hierzulande einen Vorstoß.

Er hat bereits eine Verordnungsvorlage erarbeitet, die demnächst  dem Gemeindeausschuss in Eppan übermittelt werden soll.

Darin wird genau definiert, in welchem rechtlichen Rahmen  die Bodycams zum Einsatz kommen sollen – eben nur in Gefahrensituationen, nicht etwa, um die Bürger bei Verwaltungsvergehen zu filmen.

Eskaliert aber eine Streiterei vor einer Diskothek, „haben wir mit den Aufnahmen der Bodycam die entsprechenden Beweismittel, die auch vor Gericht verwendet werden können“, so Carli.  

Der Kommandant geht aber vor allem davon aus, dass Bodycams dazu beitragen, dass es gar nicht erst zu Gewaltausbrüchen kommt: „Es schreckt die Leute sicher ab, wenn wir sagen: Ab jetzt lassen wir die Kamera mitlaufen.“

"Z"

Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe gibt es in der aktuellen Ausgabe der Sonntagszeitung "Zett".

stol