<b>von Karl Tschurtschenthaler</b><BR /><BR />„Es wird mir eine Lehre sein, die Brieftasche nie mehr im Auto zurückzulassen“, sagt Michael Bachmann, wenn er an den Vorfall vom Donnerstag denkt.<BR /><BR />Der Pfarrer von Kiens, St. Sigmund, Ehrenburg, Pfalzen und Terenten und Leiter der Seelsorgeeinheit Kiens hielt sich mit den Kiener Senioren am Donnerstagnachmittag in Hofern auf. Gegen 14 Uhr stellte er sein Auto, einen grauen VW Passat, an der Sonnenstraße bei der Abzweigung des Weges hinauf zur Martinskirche ab. „Da ist ein kleiner Parkplatz, und ich lasse mein Auto immer dort, wenn ich oben in der Kirche eine Heilige Messe zelebriere“, erklärt er. Weil er seine Brieftasche dabei nicht braucht, hat er sie in der Vergangenheit immer wieder im Auto zurückgelassen – versteckt in der Seitentür. So war es auch am Donnerstag, als er mit den Senioren den Kreuzweg zur Martinskirche betete.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1007114_image" /></div> <BR />Als der Pfarrer etwa eine Stunde später zurückkehrte, traute er seinen Augen nicht: Die Scheibe auf der Fahrerseite war eingeschlagen – und die Brieftasche fehlte. „Hier gingen Unbekannte gezielt zu Werke“, ist er überzeugt. „In der Karosseriewerkstatt vermutet man, dass mit einem Schraubenzieher das Glas aufgestemmt wurde. Dadurch dürfte es unter Druck geraten und in 1000 Stückchen zerbrochen sein.“<BR /><BR />Gott sei Dank habe er sein Auto gegen Vandalismus versichert. So müsse er zumindest den verursachten Schaden nicht zahlen. Traurig stimmt ihn der Vorfall dennoch. „Bei uns ist bald gar nichts mehr sicher“, klagt er. Zudem sei die Sache ja nicht in der Nacht geschehen, „sondern am helllichten Tag“.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1007117_image" /></div> <BR />Etwa 200 bis 300 Euro habe er in der Brieftasche gehabt. Mehr noch schmerze ihn aber der Verlust der Ausweise und Karten, weshalb er über Facebook einen Aufruf gemacht habe, die Brieftasche an ihn zurückzugeben, falls sie jemand am Straßenrand finde. „Es sind viele Laufereien, bis man alles wieder beisammen hat“, meint er.<BR /><BR />Bachmann hat den Vorfall bei den Carabinieri angezeigt. Übrigens war sein Auto das einzige, in das eingebrochen wurde. „Da standen mehrere Wagen, aber nur meiner war betroffen.“ Er vermute, dass die Täter „mit irgendeinem Suchgerät“ auf einen Kartenchip in seiner Brieftasche aufmerksam und dann aktiv geworden seien. „Es gibt mittlerweile ja alles!“