Laut Polizeiangaben soll die Brixnerin die Nomadin im Jahr 1998 das erste Mal getroffen haben. Nach einem schweren familiären Schicksalsschlag versprach die 62-jährige C.M. der Frau aus Brixen, sie vom bösen Blick, der auf ihr laste, zu heilen. Dafür stellte sie ziemlich hohe Geldforderungen. Forderungen, die sie im Laufe der Jahre immer wieder wiederholte und ständig erhöht haben soll. Handelte es sich anfangs angeblich um Summen zwischen 30 bis 50 Millionen Lire, soll C.M. zuletzt rund 290.000 Euro verlangt haben, sodass die Brixnerin schließlich ihre Eigentumswohnung verkaufen musste, um an das Geld zu gelangen. Insgesamt soll die Frau C.M. beinahe eine Million Euro bezahlt haben.Laut Polizeiangaben akzeptierte die Nomadin immer nur Bargeld: Sie soll die Brixnerin vor den Treffen, die an verschiedenen Orten in Südtirol stattgefunden haben, telefonisch kontakiert und ihr dabei die jeweilige Summe genannt haben. Irgendwann konnte die Frau aus Brixen nicht mehr und verständigte die Polizei: Gegen C.M. wurde am Donnerstag Anzeige wegen Betrugs erstattet. Derzeit laufen die Ermittlungen gegen eine Reihe von Nomaden, die in der Vergangenheit auf ähnliche Weise vorgegangen sein sollen. Außerdem versuchen die Polizeibeamten das Geld ausfindig zu machen, um es der Brixnerin zurückzugeben. stol