Samstag, 15. Oktober 2016

Bombenanschlag auf Muslime in Kansas verhindert

3 in den USA festgenommene Männer werden verdächtigt, einen Bombenanschlag auf einen Wohnkomplex mit einer Moschee im Bundesstaat Kansas geplant zu haben.

Der Anschlag konnte verhindert werden.
Der Anschlag konnte verhindert werden. - Foto: © shutterstock

Den Verdächtigen im Alter von 47 bis 49 Jahren werde Verschwörung zur Nutzung einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen, teilte das US-Justizministerium in der Nacht zum Samstag mit. Im Zuge achtmonatiger Ermittlungen der Bundespolizeibehörde FBI seien sie als Schlüsselfiguren einer gewaltbereiten Gruppierung namens „Die Kreuzfahrer“ („The Crusaders“) identifiziert worden, die einen Angriff auf Muslime plante.

In der von ihnen als Anschlagsziel ausgewählten Wohnanlage in der Kleinstadt Garden City im Westen von Kansas leben den Angaben zufolge viele Somalier. In dem Komplex gebe es auch eine von den Anwohnern genutzte Moschee. Den Ermittlungen zufolge hatten die Beschuldigten abgesprochen, vier mit Sprengstoff beladene Fahrzeuge an den vier Ecken der Wohnanlage abzustellen und mit den Autobomben eine gewaltige Explosion herbeizuführen.

Informant informierte FBI

Laut der Mitteilung des Justizministeriums nahm ein Informant an den Treffen der „Kreuzfahrer“ teil und informierte das FBI über die Pläne. Demnach sollen die Männer neben Sprengstoff auch Schusswaffen und Munition gehortet haben. Zusammen mit dem Bombenanschlag sei die Veröffentlichung eines Manifests geplant gewesen, mit dem die Beschuldigten „die Menschen aufwecken“ wollten.

Die Verdächtigen seien bereits einem Richter vorgeführt worden, hieß es weiter. Bis auf Weiteres gelte für sie die Unschuldsvermutung. Im Falle einer Verurteilung drohe ihnen lebenslange Haft.

apa/dpa

stol