Freitag, 03. März 2017

Bombendrohung in Rathaus in Baden-Württemberg: Bisher kein Sprengsatz

Nach der Bombendrohung im Rathaus von Gaggenau (Baden-Württemberg) gibt es nach Angaben der badischen Stadt noch keine Hinweise auf einen Sprengsatz in der Behörde.

Nach der Absage eines Auftritts des türkischen Justizministers Bekir Bozdag im baden-württembergischen Gaggenau ist im dortigen Rathaus Freitag früh eine Bombendrohung eingegangen.
Nach der Absage eines Auftritts des türkischen Justizministers Bekir Bozdag im baden-württembergischen Gaggenau ist im dortigen Rathaus Freitag früh eine Bombendrohung eingegangen. - Foto: © APA/AFP

Bisher sei kein verdächtiger Gegenstand gefunden worden, sagte Bürgermeister Michael Pfeiffer (parteilos) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Der Betrieb in der Stadtverwaltung sei stillgelegt, die Mitarbeiter und Bürger – unter 100 Menschen – seien nach Hause geschickt worden. Auch Spürhunde sollen bei der Suche helfen, wie die Polizei mitteilte.

Bedenken: Veranstaltung mit türkischem Justizminister abgesagt

Die Hintergründe der Bombendrohung waren unklar. Die Stadt hatte am Donnerstag eine Veranstaltung mit dem türkischen Justizminister Bekir Bozdag in ihrer Festhalle wegen Sicherheitsbedenken abgesagt.

Der Oberbürgermeister der 30 000-Einwohner-Stadt, Christof Florus (parteilos), habe wegen der Geschehnisse seinen Urlaub unterbrochen und sei auf dem Rückweg nach Gaggenau, sagte Bürgermeister Pfeiffer. Aus Sorge um die Sicherheit seiner Mitarbeiter hatte er am Morgen nach einem Drohanruf von einem Handy die Stadtverwaltung räumen lassen.

dpa

stol