Schon jetzt ist klar: Die für die Maßnahmen veranschlagten 20 Millionen Euro reichen bei Weitem nicht aus. Legt das Land noch Geld drauf?<BR /><BR />Die Südtiroler scheinen förmlich darauf gewartet zu haben, um loslegen zu können. Im Jänner präsentierte Energielandesrat Giuliano Vettorato die neu aufgelegten Fördermaßnahmen des Landes für die Errichtung von Fotovoltaik- und Solaranlagen, für die energetische Sanierung von Gebäuden und für den Tausch von alten Öl- und Gasheizungen mit neuen, umweltfreundlichen Heizanlagen.<BR /><BR />Vor allem beim Thema Fotovoltaik liegt auf Südtirols Dächern noch viel Potenzial brach. Laut Erhebung des Amtes für Landesplanung könnten auf insgesamt 575 Hektar Fläche fast 3000 Fotovoltaikanlagen installiert werden. 2950 Standorte wären Flächen, die ohnehin bereits versiegelt sind. Dort könnten Anlagen mit einer Größe von über 500 Quadratmetern errichtet werden. <h3> Geld aus dem Nachtragshaushalt</h3>Zwar befinden sich 40 Prozent der Gesamtfläche im Besitz der öffentlichen Hand. Aber auch auf unzähligen Dachflächen auf privaten Gebäuden besteht noch Ausbaupotenzial. Und dieses scheint nun ordentlich genutzt zu werden. Immer mehr Private entdecken die Möglichkeit, selber Strom zu produzieren. <BR /><BR />Dass die Nachfrage nach Fotovoltaik-, aber auch nach Solaranlagen steigt, belegt die Zahl der Ansuchen um einen Landesbeitrag. Noch bis einschließlich 31. Mai besteht die Möglichkeit, einen solchen einzureichen. Die ganz aktuellen Zahlen habe man derzeit zwar nicht vorliegen, aber bis Ende April seien schon über 1100 Anträge eingegangen, lässt Landesrat Vettorato wissen. Er rechnet bis zum Ende der Einreichfrist mit „200 bis 300 weiteren Ansuchen“.<BR /><BR />Fest steht bereits jetzt, dass die im Landeshaushalt für diese Unterstützungsmaßnahme reservierten 20 Millionen Euro sicher nicht ausreichen werden. Dies hatte Vettorato bereits bei der Vorstellung der Beitragsmöglichkeiten durchklingen lassen. „Stand Ende April umfasste das Volumen bereits rund 35 Millionen Euro“, so Vettorato. Durch die Finger schauen müsse aber dennoch keiner der Antragsteller. Die Mittel für die Anreize zum Umstieg sollen nämlich mit dem Nachtragshaushalt aufgestockt werden.<BR /><BR />Detail am Rande: Zwar sind die meisten Ansuchen für die Errichtung einer Fotovoltaikanlage eingegangen. Summenmäßig den dicksten Brocken machen aber Gesuche um einen Beitrag für eine energetische Sanierung aus.<BR />