55 Jugendliche aus Südtirol und 22 aus Nordtirol fahren mit Südtirols Katholischer Jugend (SKJ) zum Taizé-Treffen. Vor der Abreise der Südtiroler veranstaltete die SKJ um 23 Uhr ein Taizé-Gebet für alle Jugendlichen, die auf der Durchreise nach Rom waren.Internationales FlairAus Lettland, Litauen, Polen, der Slowakei, Deutschland, Österreich und Russland kamen die Teilnehmer.Der Bozner Dom war mit Kerzen erleuchtet und die vielen Jugendlichen sowie ein 70-köpfiger Chor sangen die typischen Taizé-Gesänge, die sich mit gelesenen Texten und Stille abwechselten. Bischof Ivo Muser und Vertreter der verschiedenen christlichen Konfessionen in Südtirol waren beim Gebet mit dabei. Sie begrüßten die Jugendlichen und freuten sich, dass sie ihren Glauben mit anderen Jugendlichen zeigen und feiern wollen. Eine Zeit „voller Freude, Hoffnung, Gemeinschaft und Gastfreundschaft" wünschte der Bischof wünschte ihnen in drei Sprachen.„Einer der Höhepunkte im Jahr“Zum ersten Mal bei solch einem Gebet dabei war der 17-jährige Ben aus Lettland: „Ich habe schon so viel von den Treffen gehört und wollte endlich mal selbst diese internationale Gemeinschaft erleben. Bereits heute Abend war ich sehr berührt von der freudigen Stimmung hier in Bozen. Wir wurden hier sehr herzlich aufgenommen.“Die 20-jährige Jana aus Polen hingegen ist schon das dritte Mal mit dabei. „Für mich gehören diese Silvester-Treffen zu den Höhepunkten im Jahr“, sagt sie.„Mit tausenden von Jugendlichen gemeinsam zu singen und zu beten sowie Freundschaften mit Jugendlichen aus ganz Europa knüpfen, das ist einfach einmalig.“Nach dem Gebet gab es Tee und Kekse für alle Teilnehmer. 130 Ehrenamtliche halfen an dem Abend mit. Das Taizé-TreffenDieses Treffen, das von der Communauté de Taizé in Zusammenarbeit mit der Diözese Roms vorbereitet wird, bringt Zehntausende junger Menschen zu einer neuen Etappe des „Pilgerwegs des Vertrauens auf der Erde“ zusammen, den Frère Roger in den späten 70er Jahren ins Leben gerufen hat.In Rom und Umgebung werden die Jugendlichen aus ganz Europa und darüber hinaus von Familien und Gemeinschaften aufgenommen. Die Tage sind geprägt von meditativen Gebeten, stimmungsvollen Gesängen und Workshops zu sozialen Fragen in allen europäischen Sprachen: Die Jugendlichen sind eingeladen, einen Pilgerweg zu den Gräbern der Apostel und den Katakomben zu unternehmen, in den großen Basiliken zum Gebet zusammenzukommen und Papst Benedikt zu begegnen.