Die Staatspolizei hat in den vergangenen zwei Tagen verstärkt Kontrollen in mehreren Bereichen von Bozen durchgeführt. Im Rahmen der sogenannten „High-Impact“-Einsätze waren neben der Staatspolizei auch die Carabinieri, die Finanzpolizei und die Stadtpolizei beteiligt. Unterstützt wurden die Beamten zudem von einer Drogenspürhundeeinheit.<BR /><BR />Ein Schwerpunkt der Kontrollen lag im Bahnhofspark. Dort wurde ein 21-jähriger Tunesier mit polizeilichen Voreinträgen kontrolliert. Bei ihm stellten die Beamten eine Dosis Haschisch sicher. Mithilfe eines Drogenspürhundes fanden die Einsatzkräfte in derselben Gegend außerdem einen Beutel mit rund 20 Gramm verkaufsfertigem Marihuana. Die Drogen konnten keiner bestimmten Person zugeordnet werden.<h3> 19-Jähriger schlägt Polizisten</h3>Zu einem gewalttätigen Zwischenfall kam es in der Nacht im historischen Stadtzentrum. Eine Streife war ausgerückt, um einen Streit zwischen zwei Personen zu schlichten. Ein unbeteiligter Dritter mischte sich laut Polizei aggressiv in den Einsatz ein.<BR /><BR />Als die Beamten den jungen Mann zur Identifizierung mit auf die Quästur nehmen wollten, leistete dieser Widerstand. Er soll einen Polizisten mit der Faust ins Gesicht geschlagen und ihn heftig weggestoßen haben. Auch die beiden ursprünglich am Streit beteiligten Personen widersetzten sich den Anweisungen der Beamten.<BR /><BR />Die drei Männer wurden daraufhin zur Quästur gebracht. Der mutmaßliche Angreifer, ein 19-jähriger Tunesier mit polizeilichen Vorbelastungen und laufendem Asylverfahren, wurde wegen Widerstands und Körperverletzung gegen einen Amtsträger festgenommen und ins Bozner Gefängnis gebracht. Die beiden anderen Männer, zwei 29-jährige Marokkaner mit regulärem Aufenthaltsstatus, wurden wegen Widerstands gegen einen Amtsträger angezeigt.<BR /><BR />Der verletzte Polizist musste medizinisch versorgt werden. Die Heilungsdauer wurde mit sieben Tagen angegeben.<h3> Weitere Anzeigen und Abschiebung</h3>Im Zuge der Kontrollen wurden weitere Personen angezeigt: ein 33-jähriger Italiener wegen versuchten Diebstahls in einem Geschäft, ein 26-jähriger Tunesier wegen unbefugten Eindringens in ein Lagerhaus im Bozner Industriegebiet sowie ein 27-jähriger Marokkaner wegen Bedrohung eines Sicherheitsmitarbeiters in einem Gewerbebetrieb. <BR /><BR />Zwei weitere ausländische Staatsangehörige wurden wegen Missachtung eines Aufenthaltsverbots für die Gemeinde Bozen angezeigt.<BR /><BR />Auch am Brenner gab es einen Einsatz: Beamte des dortigen Polizeikommissariats kontrollierten in einem internationalen Zug einen 20-jährigen Tunesier. Dabei stellte sich heraus, dass er sich ohne gültige Aufenthaltsgenehmigung in Italien aufhielt. Auf Anordnung von Quästor Giuseppe Ferrari wurde seine Ausweisung verfügt. Anschließend wurde der Mann in ein Abschiebezentrum (CPR) in Rom gebracht, wo er bis zum Abschluss der Rückführungsverfahren bleibt.<BR /><BR />Bei den Kontrollen wurden insgesamt 214 Personen identifiziert und 40 Fahrzeuge überprüft.