Erneut haben mutmaßliche Betrüger in Italien versucht, Senioren um ihr Geld zu bringen. Diesmal nahm die Betrugsmasche jedoch ein gutes Ende, weil eine Seniorin aus dem Trentino den richtigen Riecher hatte.<BR /><BR /> Eine 70-jährige Frau aus Civezzano suchte vor Kurzem die Carabinieristation von Trient auf, um einen verdächtigen Anruf zu melden, den sie kurz zuvor erhalten hatte: Ein Mann am anderen Ende der Leitung hatte sich als „Maresciallo der Carabinieri“ ausgegeben: Er schilderte, dass ihre Tochter in rechtlichen Schwierigkeiten stecke und, dass eine Kaution in Bargeld nötig sei, damit sie nicht hinter Gittern lande.<h3> 70-Jährige hat richtigen Riecher</h3>Die Seniorin witterte sofort Verdacht. Sie sagte dem mutmaßlichen Betrüger einem Treffen zu, an ihrer Stelle erschienen jedoch die Carabinieri. Diese trafen auf einen mutmaßlichen Komplizen, der wohl das Geld hätte abholen sollen. Dieser habe 3000 Euro Bargeld bei sich gehabt; Geld, um welches vorab wohl eine 85-Jährige aus Bozen betrogen worden war, wie die italienische Tageszeitung „l'Adige“ berichtet.<BR /><BR />Dank der Frau aus Civezzano ist es den Beamten gelungen, auch den mutmaßlichen „Carabiniere“ zu stellen: Einen 20-jährigen Neapolitaner. Er und sein Komplize wurden angezeigt.<h3> Appell der Carabinieri</h3>Die Carabinieri appellieren an die Bevölkerung, misstrauisch zu werden, wann immer sich jemand am Telefon als Verwandter, Beamter, Gemeindetechniker oder Dienstleister ausgibt und unter Druck Geldsummen oder Schmuck verlangt. In so einem Fall solle man den Notruf wählen, raten die Beamten.