Ab Freitag öffnet im neuen Gemeinschaftshaus in der Amba-Alagi-Straße das Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten (AKD), in dem künftig alle nicht lebensgefährlichen Beschwerden und Erkrankungen behandelt werden. <BR /><BR />Viele Patienten, die außerhalb der Ordinationszeiten ihres Hausarztes oder am Wochenende ärztliche Hilfe brauchen, gehen aus Gewohnheit in die Notaufnahme, wo sie im Ambulatorium für Grundversorgung ärztlich versorgt werden, auch wenn es nicht dringlich ist. Um genau das zu vermeiden und die Notaufnahmen von medizinischem „Kleinkram“ zu entlasten, hat der Sanitätsbetrieb beschlossen, in ganz Südtirol zwölf sogenannte Gemeinschaftshäuser zu bauen. <BR /><BR /><BR />Am Freitag öffnet in Bozen – zumindest teilweise – am Löw-Cadonna-Platz in der Amba-Alagi-Straße das Erste von zwei. Das gesamte Gemeinschaftshaus, das auch andere Dienste anbieten wird, öffnet Ende Mai, wie Michael Mayr, Ressortdirektor im Amt für Gesundheitsvorsorge und Gesundheit, erklärt. Das zweite Gemeinschaftshaus ist derzeit am Spital im Bau. <BR /><BR /><BR />Grundsätzlich gilt: Wer kleine Beschwerden hat, die nicht akut gesundheitsgefährdend sind, muss sich immer zuerst an seinen Hausarzt wenden. Ist die Praxis geschlossen, kann man den Hausarzt auch außerhalb der Ordinationszeiten bis 20 Uhr kontaktieren. Außerhalb dieser Zeiten muss man ab Freitag ins Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten im neuen Gemeinschaftshaus. <BR /><BR />„Wer ab Freitag mit kleinen gesundheitlichen Problemen trotzdem in die Notaufnahme geht, wird darauf hingewiesen, dass er nicht am richtigen Ort ist und dass man zum Ambulatorium am Löw-Cadonna-Platz in der Amba-Alagi-Straße muss, wo Allgemeinmediziner im Dienst sind“, betont Mayr. <BR /><h3> Folgende Krankheitsbilder werden im AKD behandelt</h3><BR />„Dort wird dann ein Großteil der Diagnostik zur Verfügung stehen, wie sie auch in der Notaufnahme im Spital genutzt wird“, erklärt Landesrat Hubert Messner. Es gehe dabei darum, die Gesundheitsversorgung noch näher zu den Menschen zu bringen. <BR /><BR />Grundsätzlich werden in den Ambulatorien für kleine Dringlichkeiten dringende, jedoch nicht schwerwiegende gesundheitliche Probleme behandelt, für die eine rasche Abklärung zwar notwendig ist, die jedoch keinen Besuch der Notaufnahme erfordern – u.a. Wundversorgung und andere Leistungen der Krankenpflege, Verletzungen oder Schmerzen an den Gliedmaßen, Hautrötungen, Insektenstiche, Fieber, „Hexenschuss“, Unterleibsschmerzen, kleinere Traumata, oberflächliche Verletzungen, Hautirritationen, Glieder- und Muskelschmerzen, Koliken, Grippesymptome, Schwellungen sowie Übelkeit oder Brechreiz. <BR /><BR />Die Nummer 116117, die man künftig wählen muss, bevor man ins Ambulatorium für kleine Dringlichkeiten im Gemeinschaftshaus geht, „funktioniert derzeit noch nicht“, so Ressortdirektor Mayr. „Diese Nummer wird in Bozen erst im Sommer aktiviert.“