Der Durchgang zwischen der Südtiroler Straße in Bozen und dem Verdiplatz ist seit Jahren ein Problemfall: Mitten in der Stadt traf sich bis vor kurzem die Kleinkriminellenszene. Die Folgen: Herumlungernde Dealer, Drogenkonsum auf offener Straße, Schlägereien, Einbrüche, Verwahrlosung, Dauerprotest der Anrainer und immer wieder Razzien der Sicherheitskräfte. Jetzt liegt ein unterschriftsreifes Projekt vor, um den Innenhof neu zu gestalten. Die Details.<BR /><BR /><BR /><BR />Nach langen Debatten und zahlreichen Ankündigungen wurde der Hinterhof im April 2025 schließlich vorübergehend mit Sperrholzplatten komplett abgeriegelt. Tagsüber diente er zunächst als Durchgang, abends wurde er geschlossen. Weil sich jedoch ein Teil der Kleinkriminellenszene in dieses verwahrloste „Niemandsland“ zurückzog, wurde der Hinterhof vor einigen Wochen komplett gesperrt. Damit die Übergangslösung nicht zur Dauerlösung wird, hat die Handelskammer ein Umbauprojekt für die Neugestaltung des Innenhofs ausgearbeitet.<BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310700_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Die Fläche wird begrünt“, erklärte Generalsekretär Alfred Aberer, „zudem werden zwei oder drei Parkplätze für unsere Servicefahrzeuge und auch Radabstellplätze eingerichtet.“<BR /><BR /><BR />Der neue Innenhof werde umzäunt, die insgesamt sechs Tore zur Südtiroler Straße, zur Kurie, dem Verdiplatz und zum Stadttheater in Richtung Kapuzinerpark werden abends geschlossen bleiben. „Es sei denn, es findet eine Veranstaltung statt, zum Beispiel im Stadttheater“, so Aberer. Der Innenhof bleibe asphaltiert, da sich darunter eine Parkgarage befindet. Die Oberfläche werde jedoch mit Grünflächen aufgewertet. „Geplant ist außerdem, die Hochbeete zu entfernen, um die gesamte Fläche zu ebnen. Da der Innenhof weiterhin als Durchgang dient, werden Verbindungswege eingerichtet“, erklärte der Generalsekretär. Unklar ist noch, wann die Arbeiten beginnen. <BR /><BR /><BR />„Wir haben im Innenhof eine Baustelle eingerichtet, die im Moment aber steht. Denn der Innenhof gehört ungefähr zur Hälfte der Handelskammer und einer Gesellschaft von Heinz Peter Hager. Alle Genehmigungen der Gemeinde liegen bereits vor. Aktuell warten wir noch auf die Vertragsunterzeichnung mit dieser Gesellschaft. Danach kann der Umbau beginnen“, so Alfred Aberer.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1310703_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Wir sind derzeit noch dabei, den Vertrag fertig zu verhandeln“, erklärte Heinz Peter Hager dazu. Er gehe davon aus, dass dies innerhalb des Monats Mai abgeschlossen werden könne, wenn nichts Unvorhersehbares passiere. „Dann kann die Ausschreibung der Arbeiten beginnen“, sagte Hager.