Donnerstag, 25. Januar 2018

Bozen: Ausbau des Hochwasser- und Naturschutzes geht weiter

Nach einer kurzen Winterpause hat das Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd die Arbeiten am Eisack in Bozen wieder aufgenommen. Gearbeitet wird bis Ende April im Bereich der Reschenbrücke, der Trientstraße und unterhalb der Rombrücke in Bozen.

Die Arbeiten am Eisack wurden wieder aufgenommen. - Foto: lpa
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Die Arbeiten am Eisack wurden wieder aufgenommen. - Foto: lpa

Mit den bereits verwirklichten Baulosen konnten mehrere 100 Meter Eisackufermauer stabilisiert werden, was den Hochwasserschutz der Stadt Bozen deutlich erhöht.

Im Zuge der Arbeiten werden sowohl senkrecht als auch leicht schräg mehrere Meter lange Pfähle gesetzt, um die Ufermauer zu verstärken. Diese Pfähle werden an der Oberseite mittels eines Betonkranzes verbunden. Anschließend werden die Böschungen mit Zyklopensteinmauern befestigt, die Uferböschungen aufgeschüttet und die Ufer unregelmäßig und vor allem strukturreicher gestaltet.

Stelle soll auch Naherholungszone werden

Rudolf Pollinger, Direktor der Agentur für Bevölkerungsschutz, möchte den landwirtschaftlichen Aspekt nicht außer Acht lassen – der Bereich soll auch als Naherholungszone erlebbar gemacht werden.

Zur Verfügung stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro. Das Projekt ist eine jener Maßnahmen, die als Ausgleich für die Nutzung der öffentlichen Gewässer zur hydroelektrischen Produktion dienen. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibt zudem vor, dass Bäche und Flüsse gewässerökologisch und landschaftlich verbessert werden müssen.

lpa/stol

stol