Dienstag, 04. September 2018

Bozen: Betrugsmasche bei Fotovoltaik-Anlagen

Die Finanzwache von Bozen hat einen Betrug in der Höhe von zirka 6 Millionen Euro ausgeforscht: Ein Unternehmen hat über 45.000 Fotovoltaik-Anlagen als europäische Produkte verkauft, während sie in Wahrheit aus Asien importiert wurden. Dies führte zu erheblichen Schäden bei den Käufern, die die Anlagen gekauft hatten, in der Annahme, finanzielle Anreize dafür beziehen zu können. Kürzlich wurden 2 mutmaßliche Verantwortliche dafür angezeigt.

Die Finanzwache von Bozen hat 2 mutmaßliche Betrüger ausgeforscht.
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Die Finanzwache von Bozen hat 2 mutmaßliche Betrüger ausgeforscht.

Bei Kontrollen haben die Beamten herausgestellt, dass das Unternehmen der Fotovoltaik-Anlagen immer dieselbe Masche anwandte: Sie importierten die Anlagen bei deutschen Großhändlern. Diese wiederum hatten die Produkte zuvor bei asiatischen Unternehmen erworben. Das Bozner Unternehmen habe jedoch vor dem Weiterverkauf eigens die Dokumente der Anlagen gefälscht, die sie als europäische Produkte ausgegeben hätten.

Die gefälschten Zertifikate haben es den ahnungslosen Käufern ermöglicht, dafür finanzielle Anreize für erneuerbare Energien zu erhalten. Zurzeit hätten 8 betroffene Kunden Klage gegen das Unternehmen erhoben: Darunter ein Unternehmen aus der Provinz Nuoro, eines aus Turin, eine Trentiner Firma und 3 Privatpersonen aus Südtirol.

Die Kunden erlitten dadurch finanzielle Engpässe, da die finanziellen Beiträge nicht mehr ausgestellt wurden, nachdem sich herausstellte, dass die Anlagen nicht europäischen Richtlinien entsprachen.

Nicht nur der Inhaber des Bozner Unternehmens wurde angezeigt, sondern auch der Geschäftsführer, der gleichzeitig ein Vertreter der deutschen Großhändler gewesen sei.

stol

stol