Donnerstag, 04. Juni 2020

Bozen: Ein nackter Mann ohne Maske und andere Straftaten

Über das lange Pfingstwochenende hatten die Carabinieri wieder alle Hände voll zu tun: Vom Diebstahl über Trunkenheit am Steuer und einem Einbruch bis hin zu nackten Tatsachen in der Öffentlichkeit war alles dabei.

Die Carabinieri hatten an dem langen Wochenende viel zu tun.
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Die Carabinieri hatten an dem langen Wochenende viel zu tun. - Foto: © Carabinieri
So nutzte ein 26-jähriger bereits polizeibekannter Mann aus Algerien die Not eines Zugreisenden aus: Der Passagier hatte Schwierigkeiten, sich am Bozner Bahnhof ein Ticket aus dem Automaten zu kaufen, woraufhin sich der Algerier näherte, angeblich, um zu helfen. Stattdessen entriss er dem unahnenden Opfer die Geldtasche und machte sich aus dem Staub.

Die Carabinieri überprüften die Aufnahmen der Überwachungskameras und erkannten schnell einen „alten Bekannten“, doch als sie ihn aufspürten, hatte der 26-Jährige weder die Geldtasche noch das Geld noch bei sich. Da der Tatbestand des „inflagranti“ somit erloschen war, wurde er lediglich auf freiem Fuß angezeigt.

In der Nacht auf Dienstag hielten die Beamten gemeinsam mit den Kollegen aus Terlan den Fahrer eines Kleinlasters an, der mit rund 2 Promille unterwegs war.

Sein Beifahrer stammte aus Verona und hatte somit gegen die am Dienstag noch gültigen Corona-Maßnahmen verstoßen. Da das Fahrzeug außerdem keine gültige Revision hatte, wurde es beschlagnahmt.

Am frühen Dienstagmorgen wurden außerdem noch 3 weitere Personen angezeigt: Sie hatten in Eppan die Fensterscheibe eines Supermarkts eingeschlagen und mehrere Flaschen Alkohol mitgehen lassen. Beim Verlassen des Geschäfts warteten die Carabinieri schon auf die Einbrecher.

Ein Südamerikaner, der wegen eines Überfalls in Bozen im November 2016 zu 3,5 Jahren Haft verurteilt worden war, konnte gefasst und ins Gefängnis gebracht werden.

Besonders seltsam jedoch war eine Begegnung in der Einsteinstraße in Bozen Süd: Ein 48-jähriger Mann aus Rumänien hatte sich vollständig entkleidet und auf den Weg begeben.

Da er keinen Zentimeter Stoff am Leibe trug – auch keine Gesichtsmaske – wurde der Mann nicht nur auf freiem Fuße wegen obszöner Handlungen angezeigt – ihm droht eine Geldstrafe zwischen 5000 und 30.000 Euro – , sondern auch, weil er keine Gesichtsmaske trug.

Bevor sie den Mann abführten, musste er sich zunächst wieder ankleiden.

liz

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