„Agitu ist eine über die Grenzen des Trentino hinaus bekannte und geschätzte Persönlichkeit und ein Beispiel für engagierte Integration. Die diesjährige Ausgabe von ,Die Welt ist weiblich‘ wurde maßgeblich von Agitu inspiriert. Es war uns wichtig, an sie zu erinnern und die Werte, die sie verkörperte und die sie auch anderen mit großem Einsatz vermittelte, weiterzutragen. Mit diesem Wandbild, das die Schülerinnen und Schüler so kunstvoll gestaltet haben, wollen wir ihr Engagement und ihrem Lebensweg würdigen“, sagte Kultur- und Gleichstellungsstadträtin Chiara Rabini bei der Vorstellung.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="702218_image" /></div> <BR /><BR />Agitu Ideo Gudeta war eine Ziegenbäuerin und Unternehmerin mit äthiopischen Wurzeln, die im Trentino lebte. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/agitu-gudeta-tot-aufgefunden-mordermittlungen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Ende vergangenen Jahres war sie von einem ihrer Angestellten auf auf grausame Weise getötet worden.</a><BR /><BR />„In vielen Ländern der Welt sind Frauen auch heute aufgrund bestimmter Traditionen oder religiöser Anschauungen oder aus anderen Gründen benachteiligt oder nicht vollständig gleichberechtigt. In einer vernetzten und globalisierten Welt, in der vieles miteinander verwoben ist, geht das Schicksal dieser Frauen und ihre Benachteiligung uns alle an, denn unser Handeln kann die Emanzipation von Frauen in der ganzen Welt positiv, aber eben auch negativ beeinflussen“, sagte Rabini.<BR /><BR />Aus diesem Grund hat das Frauenbüro der Stadt Bozen in Zusammenarbeit mit dem Friedenszentrum, den Vereinigungen Artemisia und COOLtour und weiteren Projektpartnern den Veranstaltungszyklus „Die Welt ist weiblich“ ins Leben gerufen. Es geht den Veranstalterinnen darum, auf die Benachteiligung von Frauen und auf ihren Kampf für ihre Rechte aufmerksam zu machen und auch die unterschiedlichen Entwicklungen auf den verschiedenen Kontinenten zu beleuchten. Auch in diesem Jahr wurden aus einer großen Vielfalt an engagierten Persönlichkeiten wieder einige Frauen ausgewählt und portraitiert, die die Entwicklung der Bürgerrechte durch ihren Einsatz entscheidend mitprägten: die Bürgerrechtsaktivistin, Frauenärztin und Friedensnobelpreisträgerin Hawa Abdi (Frau des Jahres 2010), die Umweltschützerin und Nobelpreisträgerin Wangari Mathaai, die Musikerin und Aktivistin Miriam Makeba und die Unternehmerin und Ziegenbäuerin Agitu Ideo Gudeta.