In den vergangenen Tagen ging bei der Quästur in Bozen eine Meldung über mehrere verdächtige Personen in der Umgebung der Alten Mendelstraße und der Penegalstraße ein. Besorgte Anwohner berichteten von einer Gruppe Jugendlicher, die sich auffällig verhielten und ihre Gesichter teilweise mit Kapuzenpullovern vermummten.<BR /><BR />Streifenwagen der Staatspolizei machten sich daraufhin umgehend auf den Weg zum Einsatzort und konnten die Gruppe von etwa 15 Jugendlichen rasch ausfindig machen. Als diese die Polizei bemerkten, ergriffen sie sofort die Flucht.<BR /><BR />Die Polizisten nahmen die Verfolgung der Gruppe bis in die Positanostraße auf. Dort verstreuten sich die Jugendlichen in die Innenhöfe angrenzender Wohnhäuser. Auf ihrer Flucht warfen sie zahlreiche gefährliche Waffen weg, die von den Polizisten sichergestellt wurden. Darunter befanden sich Teleskopschlagstöcke, Schlagringe, Messer, Eisenstangen, Ketten und Schraubenzieher. <BR /><BR />Die Einsatzkräfte konnten 4 Jugendliche stellen und einen weiteren Flüchtigen identifizieren, nachdem dieser zunächst entkam. Alle 5 Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren waren ohne Ausweisdokumente unterwegs. Sie wurden zur Identifizierung in die Bozner Quästur gebracht, wo sie auch auf weitere Waffen durchsucht wurden. 2 der Minderjährigen waren bereits polizeibekannt.<h3> Eltern in die Quästur bestellt</h3>Wie sich bei der Anhörung der Jugendlichen herausstellte, handelte es sich bei dem Vorfall um ein geplantes Aufeinandertreffen zweier Gruppen. Es sollte zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den beiden Gruppen kommen.<BR /><BR />Die sichergestellten Waffen wurden beschlagnahmt, und gegen die Jugendlichen wurde Anzeige wegen unerlaubten Waffenbesitzes erstattet. Zudem wurden die Eltern der jugendlichen Straftäter umgehend in die Quästur einbestellt und ihre Kinder nach Abschluss der Ermittlungen wieder in deren Obhut übergeben.<BR /><BR /> Derzeit laufen noch weitere Ermittlungen zur Identifizierung der übrigen Beteiligten und zur Klärung des Hintergrunds dieses besorgniserregenden Vorfalls.<BR /><BR />Quästor Paolo Sartori kündigte an, dass präventive Maßnahmen gegen die beteiligten Jugendlichen eingeleitet werden. „Jugendkriminalität ist ein ernstes gesellschaftliches Problem. Es ist entscheidend, die jungen Generationen für die Gefahren solcher Entwicklungen zu sensibilisieren. Prävention und Rechtsbewusstsein müssen bereits in der Schule vermittelt werden.“ <BR /><BR />Die Bozner Staatspolizei werde in den Bildungseinrichtungen weiterhin einen wichtigen Beitrag leisten, um solche Vorkommnisse zu verhindern.