Dienstag, 29. November 2016

Bozen: Harter Schlag gegen das Glücksspiel

Der Finanzpolizei von Bozen ist ein weiterer, harter Schlag gegen das Glücksspiel in Bozen gelungen.

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Foto: © LaPresse

In den vergangenen Monaten konnten die Beamten der Finanzwache Bozen insgesamt 45 Spielautomaten beschlagnahmen. 40 davon waren sogenannte „Totem“, also Automaten, die nach außen hin wie normale Spielautomaten aussehen, mit denen jedoch illegales Online-Glücksspiel betrieben werden kann.

Die Spielautomaten wurden in verschiedenen Lokalen von Bozen und auch anderen Gemeinden ausfindig gemacht: Auf den ersten Blick schien es, als sei ihre einzige Funktion das Aufladen von Telefonkarten oder das Surfen und Shoppen im Internet.

2 Millionen Euro Strafen

Tatsächlich jedoch konnte sich der heimliche Spieler bei diesen „Totem“ dank eines vom Lokalbesitzer verratenen Tricks mit zahlreichen Online-Spieleplattformen verbinden, allesamt illegal und häufig in sogenannten „Steuerparadiesen“ angesiedelt.

Neben dem illegalen Glücksspiel prangerten die Finanzpolizisten auch an, dass es keinerlei Zugangsbeschränkungen für Minderjährige zu den Spielautomaten gab.

Der Zoll- und Monopolbehörde wurden 18 Lokalbetreiber und 4 Automatenvertreiber gemeldet. Ihnen wurden Strafen in der Höhe von insgesamt 2,14 Millionen Euro auferlegt. Den Betreibern der Online-Plattformen, die noch ausfindig gemacht werden müssen, drohen Strafen in der Höhe von 50.000 bis 100.000 Euro pro beschlagnahmten Automaten.

stol/liz

stol