Wer sich in der Landeshauptstadt aktuell auf der Suche nach einer Wohnung befindet, hat zurzeit keinen einfachen Stand. Zum einen sind die Preise zuletzt in die Höhe geschossen, zum anderen gibt es gar nicht so viele verfügbare Wohnungen in Bozen.<BR /><BR />„Von 700 gemeindeeigenen Wohnungen stehen derzeit etwa 100 leer“, erklärte Vizebürgermeister Stephan Konder gestern nach der Sitzung des Stadtrates. Derzeit gebe es Gespräche mit den zuständigen Technikern, um herauszufinden, wie es weitergehen soll.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1214745_image" /></div> <BR />„Im Raum steht die Anwendung des neuen Landesgesetzes. Dieses sieht die Möglichkeit vor, mit Wohnbaugenossenschaften zusammenzuarbeiten“, unterstrich Konder. Bedeutet konkret: Die Gemeinde übergibt eine gewisse Anzahl an Wohnungen an eine Genossenschaft, die diese dann für einen bestimmten Zeitraum nutzt.<h3> Ein weiteres Modell kommt in Frage</h3>„Realistisch ist, etwa 20 bis 30 Wohnungen an eine Genossenschaft für einen Zeitraum von etwa 20 Jahren zu übergeben“, betonte der Vizebürgermeister. „Das ist die Richtung, in die man gehen möchte.“<BR /><BR />Es gibt aber auch eine weitere Überlegung, nämlich, ob gewisse Wohnungen direkt von der Gemeinde zur Verfügung gestellt werden könnten. „Dort würde das Modell des 'nachhaltigen Mietzinses' greifen“, erläuterte Konder.<h3> Jährliche Sanierungskosten von 1,5 Millionen Euro</h3>Aktuell werde eine Analyse des gesamten Wohnungsbestandes durchgeführt – manche Unterkünfte seien in einem guten Zustand, andere in einem weniger guten. „Jährlich werden aktuell etwa 20 Wohnungen saniert. Das kostet der Gemeinde knapp 1,5 Millionen Euro“, berichtete Konder.<BR /><BR />In den kommenden Monaten werde man sich intensiv mit diesem Argument beschäftigen. „Unser Ziel ist es, in naher Zukunft 30 Wohnungen zu vergeben. Dass wir alle 100 leerstehenden Appartements loswerden, ist etwas hoch gegriffen“, meinte der Vizebürgermeister abschließend.