Die Anpassungen sind bereits im Stadtrat diskutiert worden, beschlossen ist die neue Stadtpolizeiordnung aber noch nicht. Die Parteien diskutieren die Vorschläge derzeit im Detail. <BR /><BR /><BR />Ob das überarbeitete Dokument noch im Februar in den Gemeinderat kommt, steht noch nicht fest. „Grundsätzlich geht es bei den geplanten Änderungen der Stadtpolizeiordnung darum, Sauberkeit, Sicherheit und Ordnung in Bozen zu stärken“, unterstreicht Hannes Unterhofer, Vize-Fraktionssprecher der SVP im Gemeinderat. <BR /><BR /><BR />Dazu gehören mehrere Vorschläge, „die die SVP eingebracht hat“, betont Stadträtin Johanna Ramoser. „Dazu gehört die Ausweitung des Aufenthaltsverbotes, des sogenannten 'Daspo', im Umkreis von 100 Metern bei Schulen, Krankenhäusern und Seniorenheimen, aber auch am Obstmarkt und im Mignonepark.“ <BR /><BR />Konkret bedeutet der Vorschlag, dass die Stadtpolizei einer Person für die Dauer von bis zu 2 Tagen verbieten kann, sich vor Ort aufzuhalten. „Wir möchten weiters auch das Bettelverbot ausweiten, das auch vor Schulen und an wichtigen öffentlichen Monumenten und Plätzen eingeführt werden soll“, erklärt die Stadträtin. <h3> „Defibrillatoren umgekippt“</h3><BR />Ein weiterer Vorschlag, der sicher für mehr Diskussionen sorgen dürfte, ist eine Verpflichtung für Bozner Hundebesitzer, das „flüssige Geschäft“ ihrer Lieblinge sofort mit Wasser wegzuspülen bzw. zu verdünnen. <BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1129248_image" /></div> <BR /><BR /><BR />„Ich bin Hundebesitzerin und ich liebe meinen Hund, aber das viele Urinieren der Hunde in Bozen verschmutzt die Stadt. Das Problem besteht an mehreren Orten. Deshalb haben wir den Vorschlag eingebracht, dass ein Hundebesitzer den Urin gleich mit einer kleinen Wasserflasche, die er beim Gassigehen immer mitnimmt, verflüssigt. Das ist nicht neu, andere Städte, etwa Mailand und Turin, machen das aus Gründen der Hygiene und Sauberkeit schon vor“, betont Ramoser. „Der Urin ist auch ätzend, er verätzt Fassaden. Wir hatten schon Fälle von Defibrillatoren auf Metallsäulen, die durch die Korrosion umgefallen sind.“ Bei einer Missachtung der Vorschrift würde eine Strafe von 100 Euro - und bis zu 600 Euro bei wiederholten Verstößen drohen. <BR /><BR /><BR />Nach den derzeitigen Plänen soll die Verpflichtung, den Urin mit einer Wasserflasche wegzuspülen, aber nur bei mittelgroßen und großen Hunden gelten. „Da nicht alle Parteien in der Mehrheit mit dem SVP-Vorschlag einverstanden sind, ist das ein Kompromiss, der momentan zur Debatte steht“, erklärt Vizebürgermeister Stephan Konder, der auch auf ein weiteres Problem verweist. „Wenn man im Sommer durch Bozen geht, riecht es an bestimmten Orten nach Hundeurin. Andere Städte haben die Wasserflasche für Hundebesitzer mit gutem Erfolg eingeführt“, unterstreicht Konder.