Sonntag, 27. Januar 2019

Bozen: Mann nach Tobsuchtsanfall festgenommen

Am Sonntagmorgen hat ein 34-jähriger Mann in der Bozner Industriezone für Aufregung gesorgt: Mit einer Eisenstange und einem Stock bewaffnet beschädigte er mehrere Autos sowie Glastüren und Fenster. Dann entledigte er sich seiner Kleider.

Foto: Facebook
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Der Vorfall ereignete sich gegen 8 Uhr in der Industriezone in Bozen Süd nahe dem Flüchtlingsaufnahmezentrum Ex-Alimarket in der Gobettistraße: Ein Mann aus Togo hatte in einem Tobsuchtsanfall mehrere geparkte Fahrzeuge mit einer Eisenstange beschädigt, auch Glastüren und Fensterscheiben der umliegenden Gebäude wurden Ziel der Zerstörungswut.

Der Mann schlug auch auf Glastüren ein. Dabei verletzte er sich und hinterließ eine Blutspur in Bozen Süd. - Foto: Facebook

Wie die Carabinieri berichten, soll er kurz zuvor auch einen Sanitäter des Roten Kreuzes angegriffen haben. Carabinieri und Polizei entdeckten den Mann, als er sich gerade in Richtung Einkaufzentrum Centrum machte.

Polizeiauto völlig blutverschmiert

Bei dem Versuch, den mittlerweile nackten Randalierer festzunehmen, wurden die Beamten von dem Mann aus Togo angegriffen, 4 Männer wurden leicht verletzt. Auch die Einsatzfahrzeuge wurden in Mitleidenschaft gezogen. So war eines der Polizeiautos völlig blutverschmiert, der Seitenspiegel wurde im Kampf mit dem Mann zerbrochen.

Schließlich gelang es den Ordnungshütern jedoch, den 34-Jährigen zu überwältigen und festzunehmen. Er muss sich nun wegen des unerlaubten Tragens von Gegenständen, die als Waffen verwendet werden könnten, sowie der erschwerten Sachbeschädigung verantworten.

Da sich der Mann im Zuge seiner Zerstörungswut verletzt hatte, wurde er nicht direkt ins Gefängnis, sondern zunächst ins Bozner Krankenhaus gebracht.

Lega Südtirol fordert Aufklärung und Elektroschocker

Luigi Nevola der Lega Bozen stellt nach dem Zwischenfall die Frage, warum Personen, die offensichtlich psychisch labil sind, in so einem Aufnahmezentrum aufgenommen werden. Er fordert nun Ermittlungen, die klären sollen, warum der Mann nicht früher gestoppt werden konnte, und die verhindern sollen, dass so etwas noch einmal passiert.

Landesrat Massimo Bessone hingegen nutzte den Vorfall, um sich erneut für den Einsatz von Elektroschockern auszusprechen, der die Arbeit der Polizei in solchen Fällen vereinfache. Außerdem sprach er sich für harte Strafen und die sofortige Abschiebung für Fremde ohne Aufenthaltsgenehmigung aus, die zudem noch in Konflikt mit dem Gesetz gekommen sind.

stol

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