Freitag, 10. März 2017

Bozen: Messerstecher hat nun einen Namen

Der Vorfall hatte am Dienstag landesweit für Entsetzen gesorgt: Am helllichten Vormittag griff ein Mann einen 30-jährigen Afghanen an und stach ihn mit einem Messer nieder. Noch in der Nacht auf Mittwoch konnte die Staatspolizei einen Verdächtigen festnehmen, dessen Namen sie am Freitag preisgaben.

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Die Attacke ereignete sich in der Europagalerie, die die Museumstraße mit der Leonardo-da-Vinci-Straße verbindet (STOL hat berichtet). Der Angegriffene überlebte trotz schwerer Stichverletzungen im Halsbereich. 

Dank der Aussage des Opfers und einiger Zeugenaussagen konnten die Beamten der Staatspolizei innerhalb von 24 Stunden einen Verdächtigen festnehmen, dessen Name am Freitag auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben wurde: Es handelt sich um Aman Karimi, einen 26-jährigen Afghanen. Er hatte seinen Landsmann nach einer Auseinandersetzung niedergestochen.

Karimi sei bereits polizeibekannt, hieß es am Freitag auf der Pressekonferenz. Zuletzt sei er im Zuge der Ermittlungen rund um eine sexuelle Belästigung in der Flüchtlingsunterkunft im Ex-Alimarket (STOL hat berichtet) ins Visier der Polizei geraten. Damals wurde er angezeigt.

Nun muss sich der Asylantragsteller des versuchten Mordes verantworten.

„Kein Sicherheitsproblem“

Nach der Messerattacke mitten am Vormittag wurden in Südtirol zahlreiche Stimmen laut, die von einem Sicherheitsproblem in Südtirol und in der Landeshauptstadt sprachen. Diesen Stimmen versuchte die Polizei nun entgegenzutreten: Es gebe keineswegs ein Sicherheitsproblem, hieß es auf der Pressekonferenz der Staatspolizei. 

Solche Dinge könnten leider manchmal passieren, seien aber keineswegs die Regel. Auch der Fakt, dass die Polizei den Mann nur wenig später fassen konnte, sollte die Bevölkerung beruhigen.

stol/liz

stol