„Wir haben bei der Vorbereitung des Haushaltsvoranschlages nicht einfach pauschal Kürzungen vorgenommen, sondern genau geprüft, was nicht dringend nötig ist. Alles in allem wird es gelingen, die Dienste auf dem bisherigen Niveau zu halten“, betonte Ellecosta.Die laufenden Ausgaben werden sich auf 173.911.291 Euro belaufen, die Investitionsausgaben auf 69.667.878 Euro. Dazu kommen 12.999.522 Euro an Ausgaben für die Rückzahlung von Schulden. Der Haushalt hat also insgesamt einen Umfang von 264.123.201 Euro.Geringere Einnahmen erklären sich u.a. aus geringeren Dividenden der stadteigenen Betriebe, wie beispielsweise der Etschwerke AG. Die Personalkosten fallen aufgrund des Vertrages höher aus, ebenso die Ausgaben im Sozialbereich.Das hat zur Folge, dass die Stadt sparen muss. Eingespart werden sollen insgesamt 3,8 Millionen Euro, davon 1,9 Millionen bei variablen Ausgaben mit Kürzungen zwischen 20 Prozent und 30 Prozent pro Assessorat. Weitere 1,9 Millionen wurden durch Umgestaltungen wie beispielsweise den Abbau von Überstunden bei den Fixspesen eingespart. „Schließlich werden auch die Einnahmen in den Bereichen erhöht, die vertretbar sind, wie beispielweise bei der Grundbesetzungssteuer COSAP, wo Mehreinnahmen von 60.000 Euro erwartet werden, oder durch die Einführung einer in allen Gemeinden üblichen Bearbeitungsgebühr für bestimmte Verwaltungsvorgänge wie z.B. Baukonzessionen“, so Ellecosta.Er hob hervor, dass in Bozen anders als in anderen Gemeinden, die Bürger nur für ein Drittel ihrer Spesen aufkommen müssten, während zwei Drittel der Ausgaben durch die Pro Kopf-Quote und die Einnahmen aus den Dividenden gedeckt seien. Die Stadt gebe pro Jahr 1.892 Euro pro Bozner aus.Die laufenden Ausgaben konzentrieren sich vor allem auf den Sozialbereich. Es folgen die Bereiche Verwaltung, Unterrichtswesen, Umwelt- und Raumordnung und Kultur.Auch bei den Investitionsausgaben stehen nach der Verwaltung die Bereiche Unterrichtswesen, Straßennetz und Transportwesen sowie Umwelt, Raumordnung und Soziales im Vordergrund.