„Insgesamt haben sich 80 Freiwillige für die Nachbarschaftskontrolle gemeldet“, erklärte der Bürgermeister gegenüber Stol.it. „Sie sind in drei Stadtvierteln aktiv: in Don Bosco, in Kaiserau und in Gries.“ Weitere Viertel sollen folgen, falls sich dort genügend Personen melden. <BR /><BR />Die aktiven Freiwilligen, die in drei Gruppen organisiert sind und je einen Koordinator haben, wurden von den Sicherheitskräften geschult. Denn es handelt sich nicht um eine Bürgerwehr und selbst aktiv werden dürfen die Freiwilligen nicht: Jede Information geht ausschließlich an den jeweiligen Koordinator, der dann entschiedet, ob er die Sicherheitskräfte über den Hinweis oder den Vorfall informiert. <BR /><BR /><BR />Die Freiwilligen in den Stadtvierteln sollen, so Corrarati, ein Bindeglied zwischen den Anwohnern und den Sicherheitskräften sein. Denn Bürger, die verängstigt seien oder etwas Verdächtiges gesehen zu haben glaubten, riefen die Polizei an, die oft mit Meldungen überlastet sei. Doch nicht hinter jedem Verdacht stecke eine Straftat. <BR /><BR /><BR />Im Herbst wurde das Projekt „Nachbarschaftskontrolle“ den Stadtvierteln bei fünf Informationstreffen vorgestellt. Vor dem Start des Projekts wurden in den vergangenen Wochen in den drei Stadtvierteln Hinweisschilder installiert (siehe Hauptfoto), das umschlungenen Arme und Hände zeigt, die eine starke Gemeinschaft darstellen sollen. Bisher wurden solche Schilder am Mazziniplatz, in der Europa-Allee, in der Sassaristraße und im Viertel Kaiserau aufgestellt.<BR /><h3> „Bin über den Start nicht offiziell informiert worden“</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1330098_image" /></div> <BR /><BR /><BR />Julius Michael Waldner, Präsident des Stadtviertelrates Gries-Quirein, wurde „nicht offiziell über den Start der Nachbarschaftskontrolle informiert“, wie er auf Anfrage betonte. Die letzten Informationen von offizieller Seite habe er bei einem Treffen mit dem Bürgermeister im April erhalten, bei dem Corrarati mitgeteilt habe, dass die Nachbarschaftskontrolle bald starten werde. „Mir ist aber wichtig, dass die Informationen der Nachbarschaftskontrolle auch an den Stadtviertelrat weitergegeben werden. So lässt sich vermeiden, dass Probleme, auf die auch wir aufgrund von Hinweisen aus der Bevölkerung aufmerksam machen, doppelt gemeldet und mehrfach bearbeitet werden. Es ist nicht gut, wenn die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut“, betonte Waldner.