Über 23.000 unbesetzte Fahrten pro Jahr: In Bozen herrscht seit langem ein akuter Taximangel. Nachdem eine erste Ausschreibung fehlschlug, unternimmt die Gemeinde nun mit geänderten Konditionen einen zweiten Anlauf.<BR /><BR /><BR /> Ein zweites Verfahren soll nun sicherstellen, dass die geplanten zehn Taxilizenzen besetzt werden. Derzeit gibt es in der Landeshauptstadt 50 Taxifahrer, die die Nachfrage jedoch nicht vollständig decken können. Im Jahr 2024 wurden durchschnittlich 65 Fahrten pro Tag nicht durchgeführt, weil keine Fahrzeuge zur Verfügung standen. Deshalb drängte die Genossenschaft Radio Taxi Bozen lange auf die Vergabe neuer Lizenzen. Um die verbleibenden sieben Lizenzen vergeben zu können, hat der Stadtrat nun auf Vorschlag von Mobilitätsstadträtin Johanna Ramoser eine neue Ausschreibung beschlossen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1360818_image" /></div> <BR /><BR />„Wir ist es wichtig, die sieben fehlenden Taxis schnell besetzen zu können. Ich glaube, dass das Interesse an den Lizenzen besteht“, betonte Ramoser nach der Sitzung. <BR /><BR />Die Stadtgemeinde Bozen vergibt zwei normale Taxilizenzen zu einem Preis von je 100.000 Euro (bei Elektroautos 95.000 Euro) und fünf Lizenzen für Fahrzeuge, die Menschen mit Beeinträchtigungen transportieren können. „Da die Anschaffungskosten für ein Fahrzeug in diesem Fall höher sind, senken wir den Preis von 40.000 Euro auf 10.000 Euro pro Lizenz“, erklärte die Stadträtin. Diese fünf Taxis können auch normale Fahrten übernehmen, werden aber turnusweise für den Transport von Menschen mit Beeinträchtigungen eingeteilt. Die Gewinner der Ausschreibung müssen eine mündliche Prüfung vor der Taxikommission der Gemeinde absolvieren, bevor sie die Lizenzen erwerben können.