Das 4,36 Meter lange und 1,10 Meter breite Leinen zeigt den Abdruck eines Gekreuzigten, der der biblischen Beschreibung der Passion Christi entspricht. Das Grabtuch von Turin übt bis heute eine große Faszination auf Wissenschaftler und Laien aus, nicht zuletzt weil um die historische Echtheit seit Jahrzehnten Auseinandersetzungen entbrannt sind.Nach restaurativen Eingriffen wird die „Santa Sindone“ heuer erstmals wieder vom 10. April 2010 bis zum 23. Mai 2010 öffentlich in Turin gezeigt.Für Prof. Ghiberti, der als Bibliker Hypothesen eher skeptisch gegenübersteht, stellt das Grabtuch einen Spiegel der Texte aus dem Evangelium über den Tod Jesu dar. „Es ist beeindruckend, wie sogar Einzelheiten der Passion Jesu mit den Details auf dem Tuch übereinstimmen. Das ist so stark, dass ich den Eindruck habe: Es ist höchstwahrscheinlich, dass eine ganz direkte Beziehung zwischen dem Tod Jesu, seinem Begräbnis und diesemTuch besteht“, so Ghiberti.Er wird am 1. März 2010 in deutscher Sprache und am 2. März in italienischer Sprache über das Turiner Grabtuch informieren. Seine Vorträge, die vom Katholischen Bildungswerk organisiert werden, beginnen jeweils um 20 Uhr im Pastoralzentrum in Bozen.