„Ziel der Initiative ist es, auch im öffentlichen Raum für deren Rechte zu sensibilisieren“, erklärte Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller.<BR /><BR />Einige Kinder rasten mit dem Dreirad um die Wette, andere stellten ihr Geschick in einem Spieleparcours unter Beweis. Dazu gab’s heißen Tee und Gebäck – nicht zu vergessen die musikalische Umrahmung des Ganzen durch Instrumentalstücke der inklusiven Musikband „Musik ohne Grenzen“ sowie des Kinderchors aus Terlan. Die Stimmung auf dem Bozner Rathausplatz wirkte gestern sorgenlos, doch bei der Einweihungsfeier wurde klar: In Südtirol besteht in Sachen Kinderrechte Luft nach oben.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1240974_image" /></div> Mit der Aktion der symbolischen Platzumbenennung wollen der Verein für Kinderspielplätze und Erholung VKE, die Kinder- und Jugendanwaltschaft und die Gemeinde Bozen genau darauf aufmerksam machen. <BR /><BR />Damit die Initiative nicht in Vergessenheit gerät, hat man auf dem Kinderrechte-Platz eine Sitzbank durch eine Installation ersetzt. „Diese besteht aus vier Gesteinsblöcken, die ebenfalls als Sitzplatz dienen. Auf ihnen stehen die Grundprinzipien der UN-Kinderrechtskonvention geschrieben – und zwar in allen drei Landessprachen“, erklärte Jugendanwältin Daniela Höller. Darunter die Rechte auf Beteiligung und Nichtdiskriminierung sowie das Recht auf Leben und Entwicklung. <BR /><BR /><embed id="dtext86-72368664_quote" /><BR /><BR /> Auffallend ist, dass die Sitzelemente unterschiedlich hoch sind. Wie Höller erklärte, stecke ein Sinn dahinter: „So kann sich ein kleines Kind neben einen Erwachsenen setzen und sich auf Augenhöhe mit ihm unterhalten. Alle, die am Platz vorbeigehen, sollen daran erinnert werden, Kinder und Jugendliche als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft zu akzeptieren und ihnen eine Stimme zu geben.“<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1240977_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR /><BR />Im Beratungszentrum „Il Germoglio/Der Sonnenschein“, das seit über 20 Jahren Minderjährige in Gewaltsituationen betreut, wurde gestern der Tag der offenen Tür abgehalten. „Vor allem die emotionale Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen ist in Südtirol ein Problem“, so Mitarbeiterin <b>Sarah Zuffo</b> (im Bild). Das Bewusstsein in den Familien müsse hier gestärkt werden. Daher betreut man Betroffene nicht nur, sondern hält regelmäßig Präventionsveranstaltungen ab. „Wir fangen schon bei den Kleinsten im Kindergarten an. Derartige Themen sollten aber auch im Unterricht selbst integriert werden.“