Das Wort Graffiti leitet sich vom griechischen „graphein“ ab und bedeutet so viel wie schreiben oder zeichnen. Ursprünglich bezeichnete man damit in Stein geritzte Zeichnungen. Heute sind Graffitis meist Bilder und Gekritzel, die im öffentlichen Raum mit Spraydosen auf sämtliche Oberflächen gesprüht werden.<BR /><BR />„Schmierereien sorgen für ein ungepflegtes Stadtbild. Der öffentliche Raum ist lebenswerter, wenn er sauber ist. Deshalb haben wir beschlossen, einen Aktionsplan gegen die illegalen Graffitis zu erstellen“, erklärt Marco Manfrini, Präsident des Stadtviertelrats Zentrum-Bozner Boden-Rentsch. Dazu habe man sich am Beispiel anderer italienischer Städte orientiert, vor allem an Mailand. Die lombardische Metropole hat 2015 einen eigenen Anti-Graffiti-Plan eingeführt, der auf drei Schwerpunkten basiert. „Wir haben uns daran orientiert und den Plan auf Bozen angepasst“, betont Manfrini.<h3> Sondereinsatzgruppe der SEAB soll sich um die illegalen Graffitis kümmern</h3>Zunächst solle eine eigene Sondereinsatzgruppe für die Reinigung von Schmierereien ernannt werden – in Bozens Fall die SEAB. „Die Gruppe soll mithilfe von speziellen Reinigungsgeräten die Graffitis mit einem Nachlass von 50 Prozent der Tarife entfernen, auch bei privaten Eigentümern“, erläutert Manfrini. Auch das Auftragen von Antigraffiti-Schutzmitteln und Beschichtungen solle der Dienst umfassen. Um rasch reagieren zu können, solle eine Wach- und Kontrollgruppe in der Stadt unterwegs sein und Schmierereien melden.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1288323_image" /></div> „Ein- bis zweimal jährlich könnte man einen Freiwilligenputztag veranstalten, an dem ehrenamtliche Bürger die Sondereinsatzgruppe unterstützen könnten“, meint der Stadtviertelrats-Präsident. Auch die Sensibilisierungsarbeit an den Schulen sei von zentraler Bedeutung.<BR /><h3> „Müssen Jugendlichen den Respekt vor fremdem Eigentum beibringen“</h3>Laut Manfrini solle man andererseits aber auch Freiflächen ausweisen, an denen das Besprühen ausdrücklich erlaubt sei. „In unserem Viertel würden sich etwa der ehemalige Remisebahnhof oder die bereits beschmierte Radunterführung am Verdiplatz dafür eignen“, unterstreicht Manfrini.<BR /><BR />Zusätzlich sei ein Graffiti- bzw. Wandmalereiwettbewerb in den verschiedenen Stadtvierteln eine mögliche Idee. „Es geht darum, Jugendliche den Respekt vor fremdem Eigentum zu lehren und für die Schwere von Sachbeschädigung zu sensibilisieren“, so Manfrini abschließend.