In den vergangenen Wochen wurde eine verstärkte Kriminalität in der Bozner Bahnhofsgegend verzeichnet, weshalb der Streifendienst der Bozner Polizei gemeinsam mit der Bahnhofspolizei unter der Leitung von Hauptkommissarin Sarah Gambardella mehrere Kontrollen unternahm. Dabei wurden mehrere von der Bahngesellschaft aufgelassene Gebäude untersucht, welche vorwiegend von aus Nordafrika stammenden Bürgern besetzt wurden. In mehreren Wellblechhäusern und einem gemauerten Häuschen, welches nicht mehr von der Bahngesellschaft verwendet wurde, entdeckten die Ordnungshüter eine Gruppe von Rumänen und Nordafrikanern.Die Personen befanden sich laut Angaben der Polizei in einem hohen Grad der Verwahrlosung und in schlechtem hygienischem Zustand. Bei weiteren Kontrollen wurde der ehemalige Schlafsaal der Eisenbahnmitarbeiter kontrolliert. In diesem wurden drei aus Tunesien stammende Personen ausgemacht, welche über das oberste Stockwerk in das Gebäude eingedrungen waren. Auch ein alter Güterwagon auf einem Abstellgleis wurde untersucht, wo weitere vier nordafrikanische Bürger gefunden wurden. Unter den Hausbesetzern befanden sich laut Angaben der Polizei auch einige Straftäter, die bereits vorbestraft waren.Aus diesem Grund wurden Vorkehrungen getroffen, um die Personen aus dem italienischen Staatsgebiet ausweisen zu können. Am Donnerstag wurde bereits ein erster Schritt gemacht: Dabei wurde ein aus Tunesien stammender Bürger mit zahlreichen Vorstrafen nach Turin gebracht, von wo aus er aufgrund einer fehlenden Aufenthaltsgenehmigung des Landes verwiesen werden soll. liz