Der Bozner Christkindlmarkt gehört zu den meistbesuchten Märkten ganz Italiens. Das Wochenende vom 4. und 5. Jänner und am Dreikönigstag ist der Weihnachtsmarkt noch geöffnet, danach ist Schluss. Zeit, erste Reaktionen einzuholen.<BR /><BR />„Wir haben zwar noch keine offiziellen Zahlen, mehr oder weniger war aber auch die heurige Ausgabe des Christkindlmarktes gut“, betont Roberta Agosti, die Direktorin des Verkehrsamtes der Gemeinde Bozen. Bereits im November habe es im Stadtgebiet viele Übernachtungen gegeben, und auch im Dezember „ist es im Großen und Ganzen gut gelaufen“, so Agosti, die hinzufügt: „Nach der letztjährigen Ausgabe, die alle Erwartungen übertroffen hat, war auch der heurige Christkindlmarkt gut besucht. Von einem Wachstum kann man aber nicht sprechen“, weiß die Verkehrsamt-Direktorin, die die diesjährige 33. Ausgabe des Marktes als „Überraschungs-Auflage“ bezeichnet.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1114296_image" /></div> <BR />„Es gab einige unerwartete Momente. Man konnte nicht vorhersehen, an welchen Wochenenden viele Leute kommen würden. Überraschend war vor allem, dass nach den Weihnachtsfeiertagen mehr Besucher als im restlichen Dezember auf dem Markt waren.“ Gut gelaufen seien laut Agosti auch die „Christkindlzüge“ aus Mailand, die gut gebucht waren, und der Kapuzinerpark als neuer Standort. „Nun gilt es, eine Analyse zu machen, um auch im kommenden Jahr einen attraktiven Markt auf die Beine zu stellen “, unterstreicht Agosti.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1114299_image" /></div> <BR />Ähnlich sieht es Bozens Tourismusstadträtin Johanna Ramoser: „Der Christkindlmarkt ist auch heuer gut gelaufen, wir dürfen zufrieden sein.“ Das Rahmenprogramm sei verstärkt und von den Besuchern auch dankend angenommen worden. „Der Kapuzinerpark war ein schöner Standort für den Markt, mal sehen, vielleicht ist er auch für die Ausgabe im nächsten Jahr eine Idee“, so Ramoser.<h3> „Weniger Übernachtungen als im Vorjahr“</h3>Klaus Berger, Vizepräsident des Hoteliers- und Gastwirteverbandes Bozen und Betreiber des Hotel Post in Gries, spricht von einer „guten Weihnachtszeit, die aber keine Rekorde brechen wird“. „Es war sicherlich keine schlechte Zeit, es gab aber weniger Übernachtungen als im letzten Jahr“, berichtet Berger. Konkrete Zahlen gebe es allerdings noch nicht, dafür sei es noch zu früh.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1114302_image" /></div> <BR />Für die Gäste, die den Weg in die Landeshauptstadt gefunden haben, war es aber ein tolles Erlebnis. Berger hat außerdem einen klaren Trend beobachtet: „Immer mehr Gäste kommen mit dem Zug nach Bozen und fahren anschließend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auch zu den anderen Christkindlmärkten in Südtirol.“ Sehr viele Gäste gab es in Bozen auch über Silvester, die meisten davon waren junge Menschen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1114305_image" /></div> <BR />„Ziemlich durchwachsene Rückmeldungen“ hat dagegen Thomas Rizzolli, der Chef der Kaufleute Bozen, erhalten. „Es hat sich fast schon ein Jammern breitgemacht“, erklärt Rizzolli. An den Wochenenden war zwar immer viel los, auch in der Altstadt, aber: „Unter der Woche war meistens tote Hose“, so Rizzolli, der einen Appell an das Verkehrsamt richtet: „Auch unter der Woche sollten mehr Initiativen angeboten werden. Und das nicht nur für Schulklassen oder Senioren.“