„Gestohlen werden billige Stadträder genauso wie teure Mountainbikes – und das auf der Straße genauso wie aus Garagen“, berichtet Sarah Gambardella, Leiterin der Streifenwagen.Bei vielen Rädern bleibt es bei der Anzeige – man muss schließlich auch beweisen können, dass es sich bei dem Fahrrad um das eigene handelt.Einem Mann aus Bozen ist das gelungen. Ihm wurde im April sein Mountainbike im Wert von 2600 Euro aus seiner Garage gestohlen.„Er hat Anzeige erstattet, gab sich damit aber nicht zufrieden“, erzählt Gambardella.Der Mann begann, im Internet genau nach einem Fahrrad zu stöbern, das den Eigenschaften seines gestohlenen entsprach.„Vor ein paar Tagen hatte er wirklich Erfolg: Auf einer Homepage war ein Fahrrad im Angebot, von dem er glaubte, es sei seines.Er meldete sich bei uns und bat, dass ihn ein Polizist zum Treffen mit dem Verkäufer begleiten möge“, berichtet Gambardella.Beim Treffen stellte sich heraus, dass es sich wirklich um sein eigenes Fahrrad handelte: Er hatte beim Kauf einen Sicherheitscode anbringen lassen – und laut diesem war er der Eigentümer.Weitere zwei Fahrräder wurden bei dem Verkäufer sichergestellt – auch bei diesen zwei Mountainbikes handelte es sich um Räder, für welche eine Diebstahlsanzeige vorlag. Sie wurden den Eigentümern zurückerstattet.Die Polizei befindet derzeit die Aussage des Verkäufers für glaubwürdig, er habe nicht gewusst, dass die Fahrräder gestohlen seien.Daher wurde er vorerst auch nicht angezeigt.„Wir beobachten, dass Fahrräder jeder Preisklasse gestohlen werden. Teure Fahrräder werden auch aus Garagen gestohlen, billigere von den Radständern genommen.Letztere werden oft um wenig Geld weiter verscherbelt, manche Räder werden auch nur einmal benutzt und dann irgendwo abgestellt“, sagt Gambardella.uli/D