„Bei den Betroffenen handelt es sich sowohl um Männer als auch um Frauen, alle im mittleren Alter“, bestätigt Landesgerichtspräsident Heinz Zanon.Die Tumorarten sind unterschiedlich, auch arbeiten die Mitarbeiter in verschiedenen Funktionen in unterschiedlichen Trakten des Gebäudes.„Alarmierdend“Insgesamt sind am Bozner Landesgericht rund 150 Personen fix beschäftigt. Fünf Tumor-Erkrankungen in acht Monaten seien da – rein statistisch gesehen – schon alarmierend, meint Zanon.Deshalb habe man sich auch sofort mit Arbeitsexperten und Umweltmedizinern in Verbindung gesetzt, um nach einem möglichen gemeinsamen Nenner hinter den Erkrankungen zu suchen. Die Staatsanwaltschaft hat dazu auch Ermittlungen eingeleitet, sie werden von Staatsanwalt Markus Mayr koordiniert.Bisher ist es den Fachleuten gelungen, eine Asbestverseuchung auszuschließen.Bestätigt hat sich weder der Verdacht, dass in alten Linoleumböden aus den 50-er Jahren in einigen Büros Krebs erregende Substanzen enthalten sein könnten noch die Befürchtung, dass bei der jüngsten Aufstockung des Gerichtsgebäudes ein gefährlicher Stoff freigesetzt worden sein könnte.Auch Formaldehyd wurde ausgeschlossen, ebenso wie Elektrosmog. Getestet wurde auch auf das Gas Radon, hier stehen die Ergebnisse noch aus.rc/D____________________________________________________________________________________Lesen Sie auch die Mittwochausgabe der Tageszeitung „Dolomiten“.