Die Situation am Obstmarkt wird für die Anrainer immer unerträglicher. „Die öffentliche Ordnung scheint niemanden zu interessieren, Die Gesundheit der Anrainer schon gar nicht“, sagt Christoph von Ach, Sprecher des Komitees „Lebendiger Obstmarkt“ <BR /><BR /><BR />Seit Jahren kämpfen die Mitglieder des Komitees „Lebenswerter Obstmarkt“. Seit Jahren passiert nichts. Die Gemeinde will sich offensichtlich nicht durchringen, um endlich für geordnete Verhältnisse zu sorgen. „Wir fühlen uns als Bürger zweiter Klasse“, sagt Christoph von Ach, Sprecher des Komitees. <BR /><BR />Als am Freitagnachmittag bekannt wurde, dass die versprochene Verordnung erst in in einer Woche kommen soll, war das Entsetzen unter den Anrainern groß. „Wir hatten gehofft, dass endlich etwas passiert“, berichtet von Ach. Umso größer ist nun die Enttäuschung. „Wir müssen einige Punkte noch vertiefen“, erklärte Bürgermeister Renzo Caramaschi den Grund für die Verzögerung.<BR /><BR />Den Anrainer blüht damit ein weiteres Wochenende mit ohrenbetäubendem Lärm zur Schlafenszeit und Müllbergen am Morgen. „Unsere Gesundheit scheint niemanden zu interessieren, die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung noch weniger“, meint von Ach dazu. Er bezeichnet es als Schande, dass die Gemeinde seit Jahren dieses Thema schleifen lässt und nichts unternimmt. <BR /><BR /><BR /><BR />Zumindest sollen schon an diesem Wochenende die Kontrollen verschärft werden. Dies kündigt Vizebürgermeister Luis Walcher an. Daran glaubt von Ach aber nicht. Bereits letzte Woche habe es geheißen, dass eine Aktion scharf durchgeführt werde. „Passiert ist schlussendlich nichts, daher mache ich mir keine großen Hoffnungen“, sagt er. <BR /><BR />Derweil wird das Nervenkostüm der Obstmarkt-Anrainer immer dünner. Diese ewige Diskussion zehrt, mit der Geduld geht es steil bergab, mehrere haben dem Obstmarkt als Wohnort Lebe wohl gesagt, da es immer unerträglicher wurde. <BR /><BR /><b>„Polizei ist verpflichtet“</b><BR /><BR />Die Bozner Grünen haben dem Bürgermeister zum Thema ein Promemoria zukommen lassen. „Wir brauchen ein Gesamtkonzept, um das Nachtleben im Stadtzentrum zu organisieren“, erklärt Gemeinderat Rudi Benedikter. Ausgearbeitet werden soll dieses durch einen partizipativen Dialog zwischen allen konkret daran interessierten Personengruppen. „Langfristig müssen für die Jugend der Stadt das Nachtleben dezentralisiert und andere Treffpunkte attraktiv gemacht werden“, meint er. <BR /><BR />Benedikter verweist in Sachen illegaler Partys neuerlich auf die geltende Stadtpolizeiordnung und das Strafgesetz. „Wenn systematisch die Nachtruhe der Bewohnen gestört wird, ist die Polizei verpflichtet, mit Sanktionen einzugreifen und diese Regeln durchzusetzen, im Interesse eines zivilen Zusammenlebens“, stellt Benedikter klar.<BR /><BR /><BR />