„Wir waren gerade mit dem Pedibus Richtung Grundschule Gries unterwegs, als uns plötzlich auf Höhe der Guntschna-Bar die 2 verängstigten jungen Frauen entgegenrannten und um Hilfe baten“: Das berichtet jener Schülerlotse, der sich Donnerstagfrüh schützend vor die jungen Frauen stellte. <BR /><BR />Gemeinsam mit 2 Kollegen schirmte er die Oberschülerinnen ab und musste sich zugleich auch um seine kleinen Schützlinge auf dem Weg zur Grundschule kümmern. „Wir haben dem Afrikaner gesagt, er solle die Mädchen in Ruhe lassen und abhauen“, berichtet er. Dieser war zu Fuß unterwegs und wollte partout nicht das Weite suchen. Er habe immer wieder versucht an die Mädchen heranzukommen, erzählt der Schülerlotse. Eine Frau auf der gegenüberliegenden Straßenseite wurde auf die Szene aufmerksam. Sie alarmierte die Polizei und machte ein Foto des Angreifers. Schlussendlich konnte der Mann verscheucht werden. Bis zum Eintreffen der Polizei wurden die Schwestern von der Frau betreut. „Wir sind mit den Grundschülern weitergegangen“, sagt der Schülerlotse. Eine derartige Situation habe er noch nie erlebt. „Wir wurden bekanntlich von den Ordnungskräften geschult. Dabei haben wir gelernt, wie in solchen Situation am besten reagiert werden soll.“ Nachdem man nie wisse, mit wem man es zu tun habe, sei Vorsicht geboten. „Die Deeskalation ist in solchen Fällen oberstes Gebot“, meint er. <h3> Schulstadträtin Johanna Ramoser dankt Schülerlotsen für seinen Mut</h3> Schulstadträtin Johanna Ramoser zeigte sich am Freitag in einer ersten Reaktion schockiert und besorgt zugleich. „Dieser bekannt gewordene Fall führt uns in erschreckender Art und Weise vor Augen, dass die Situation überaus bedenklich ist“, meinte sie. Derart gefährliche Zeitgenossen müssten sofort aus dem Verkehr gezogen werden. „Ich bin Quästor Paolo Sartori dankbar dafür, dass er hart durchgreift und ich hoffe sehr, dass sich dies über kurz oder lang auf die Sicherheitslage in Bozen auswirkt“, meinte sie. <BR /><BR /><BR /><BR /> Die Reaktion des Schülerlotsen bezeichnete sie aus „herausragend“. „Ich bin sehr froh, dass wir solch besonnene und mutige Menschen in unserem Team haben. Die Schulung in Sachen Sicherheit hat sich bezahlt gemacht“, meinte sie. Ihr Dank gelte auch der Augenzeugin, welche die Polizei verständigt habe.