Mittwoch, 06. November 2019

Bozner Tram: Projekt vorgestellt

Am 24. November können Bozens Bürger darüber abstimmen, ob sie eine Tram in der Landeshauptstadt wollen oder nicht. Damit sie eine informierte Entscheidung treffen können, wurde am Mittwoch das Projekt genauer vorgestellt.

Die Bozner Tram soll vom Bahnhof über das Krankenhaus bis nach Sigmundskron fahren.
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Die Bozner Tram soll vom Bahnhof über das Krankenhaus bis nach Sigmundskron fahren. - Foto: © Stadtgemeinde Bozen

2 Linien sollen künftig den Bozner Bahnhof mit dem Krankenhaus und Sigmundskron verbinden.

Das Krankenhaus soll zu Spitzenzeiten im 10-Minuten-Takt angefahren werden, der Mobilitätsknotenpunkt Sigmundskron alle 30 Minuten.

Die durchgehend zweigleisige Strecke ist insgesamt 7,2 Kilometer lang. Die Fahrtzeit vom Bahnhof bis zum Krankenhaus soll 19 Minuten betragen, bis nach Sigmundskron 21 Minuten.

Insgesamt sind 17 Haltestellen mit Umsteigemöglichkeiten auf die Stadtbusse und den Überlandverkehr (Bahn, Metrobus, Busse) vorgesehen. Außerdem soll die Tram an das Radwegenetz angebunden sein.

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ede Tram kann bis zu 260 Fahrgäste barrierefrei befördern, die moderne Gleistechnologie sorgt für eine geräuscharme und vibrationsfreie Fahrt.
Ein ÖPNV-Vorrangsystem sorgt dafür, dass die elektrisch betriebene Tram an den Ampeln freie Fahrt hat. In der Altstadt kann auf Batteriebetrieb umgeschaltet werden, sodass keine Oberleitungen oder Leitungsmasten nötig sind.



Kostenpunkt: Rund 200 Millionen Euro

Die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf 125 Millionen Euro abzüglich den Kosten für Rollmaterial, Enteignungen und Entschädigungszahlungen, die weitere Projektplanung und für unvorhergesehene Aufwendungen.

Insgesamt wird mit Kosten in Höhe von 192 Millionen Euro gerechnet.

40 Millionen sollen von der Landesverwaltung und weitere 40 Millionen von der Stadt bereitgestellt werden. Die restlichen Kosten sollen mit Fördergeldern des Staates aus dem Fonds für nachhaltige Mobilitätsprojekte gedeckt werden.

Bei der Vorstellung des Tramprojekts am Mittwoch durch Bürgermeister Renzo Caramaschi, Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider, Vizebürgermeister Luis Walcher, Mobilitäts- und Umweltstadträtin Lorenzini sowie Martin Ausserdorfer und Joachim Dejaco von der Südtiroler Transportstrukturen AG auf dem Bozner Waltherplatz wurde mehrfach betont, dass die Straßenbahn eine wichtige Säule der modernen Stadtmobilität sein werde, ein bequemes, pünktliches, leistungsfähiges und benutzerfreundliches Verkehrsmittel, das den Umstieg auf den öffentlichen Personennahverkehr erleichtern und das Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsmittel verbessern soll.

In den kommenden Wochen finden im Bozner Stadtgebiet 5 Informationsabende zum neuen Tramprojekt statt.


liz