Dienstag, 04. August 2020

Brände unweit von L'Aquila: 1000 Hektar Wald zerstört

Die Stadt L'Aquila hat bei der Regierung Conte um Hilfe gebeten, nachdem mehrere Brände gelegt worden waren. Seit 5 Tagen wüteten die Feuer, betroffen war auch ein Naturschutzpark der Abruzzen. Bereits 1000 Hektar Wald wurden zerstört, da sich die Flammen wegen des starken Windes schnell ausbreiteten.

Die Feuer in L'Aquila wurden vermutlich aus bauspekulativen Gründen gelegt.
Die Feuer in L'Aquila wurden vermutlich aus bauspekulativen Gründen gelegt. - Foto: © ANSA / Emanuele Valeri
In der Ortschaft Pettino gingen Einwohner aus der Sorge heraus auf die Straße, die Flammen könnten ihre Häuser erreichen, berichteten Medien am Dienstag. Die Behörden in den Abruzzen baten die Regierung um zusätzliche Hilfe.


Brände vermutlich gelegt

Laut den Ermittlern wurden die Brände gelegt. Die Flammen breiteten sich an mehreren Stellen mit großer Geschwindigkeit aus, auch mithilfe des starken Schirokko-Windes. Feuerwehrleute und Canadair-Flugzeuge waren im Löscheinsatz.


Obwohl die Strafen für Brandstiftung sehr streng sind und 4 bis 10 Jahre Gefängnis drohen, sind Feuer nach wie vor eine sommerliche Plage in Italien. Viele werden aus bauspekulativen Gründen gelegt. Vor allem im Süden wolle man dadurch aber auch die staatliche Aufforstung erzwingen, berichteten Experten. Für die Forstarbeiten würden dann Arbeitslose aus der Region eingesetzt.

apa