Samstag, 11. März 2017

Brand in Kinderheim in Guatemala – Trauerfeier für erstes Opfer

Nach der Brandkatastrophe in einem Kinderheim in Guatemala ist am Freitag die Trauerfeier für das erste von inzwischen 36 Todesopfern abgehalten worden. In einer kleinen Kirche in Ciudad Peronia bei Guatemala-Stadt versammelten sich Angehörige und Freunde der 17-jährigen Siona Hernandez, die am Mittwoch bei dem Brand im Mariä-Himmelfahrt-Heim in San Jose Pinula ums Leben gekommen war.

Die Trauer bei den Angehörigen ist groß.
Die Trauer bei den Angehörigen ist groß. - Foto: © APA/AFP

Am Donnerstag lag die Zahl der Toten bei 34. Noch immer waren am Freitag zehn Patientinnen mit lebensgefährlichen Verletzungen im Krankenhaus.

„Wir sind erschüttert und können es noch immer nicht fassen“, sagte der Geistliche Jose Alpirez, der die Trauerfeier leitete. „Was wir feststellen können ist, dass es bei den Verantwortlichen des Heimes kriminelles Verhalten gab.“ Siona Hernandez war in das Heim eingewiesen worden, nachdem sie von zu Hause weggelaufen war.

Alle Opfer waren Mädchen zwischen 14 und 17 Jahren. Krankenhaus-Direktor Antonio Villeda sagte, für die meisten Schwerverletzten gebe es kaum Überlebenschancen.

In der 2006 gebauten, vom staatlichen Wohlfahrtdienst überwachten Einrichtung wohnten Minderjährige, die in ihren Familien misshandelt wurden oder auf der Straße lebten. Vorgesehen war das Heim für 400 Bewohner, jedoch waren rund 750 dort untergebracht.

apa/afp

stol