Mittwoch, 23. März 2016

Brand in Luttacher Pension: 24 Personen in Sicherheit gebracht

Brandalarm im Pustertal: Kurz vor Mitternacht sind in der Nacht auf Mittwoch 180 Feuerwehrleute ausgerückt, um einen Brand in der Residence Pension Oberstock in Luttach zu löschen.

Dichte Rauchschwaden waberten aus dem Keller der Pension Oberstock in Luttach: Ein Heizkraftwerk hatte Feuer gefangen. - Foto: FFW Luttach
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Dichte Rauchschwaden waberten aus dem Keller der Pension Oberstock in Luttach: Ein Heizkraftwerk hatte Feuer gefangen. - Foto: FFW Luttach

Der Brandalarm der Stufe 3 - Großbrand, ging gegen 23.30 Uhr bei den Wehren ein: Zunächst war von einem Feuer im Hotel Schwarzenstein in Luttach die Rede, weshalb die höchste Alarmstufe gemeldet wurde.

Die Wehre von Luttach, Weißenbach, St. Johann, Steinhaus, Mühlen, Sand in Taufers und Bruneck brachen sofort mit rund 180 Mann auf. 

Keller- statt Zimmerbrand

Vor Ort angekommen, stellte sich glücklicherweise heraus, dass es sich nicht um einen Zimmerbrand im Hotel, sondern um einen Kellerbrand in der Pension Oberstock nebenan handelte. Dort hatte das Blockheizkraftwerk im Maschinenraum Feuer gefangen.

"Dennoch war es absolut von Vorteil, dass Alarmstufe 3 ausgerufen wurde", berichtet der Pressesprecher der Feuerwehr Luttach, Helmut Abfalterer. "Die dichten Rauchschwaden und die enorme Hitze machten den Einsatz äußerst schwierig, und wir konnten alle Mann brauchen, die da waren - vor allem jene, die mit Atemschutz eintrafen."

Der rasche Einsatz der Wehrmänner verhinderte ein Ausbreiten des Feuers auf die oberen Stockwerke und auf das nebenliegende Hotel. "Der Luftzug wehte genau in Richtung des daneben liegenden Hotels. Bis wir den Brand vollends unter Kontrolle hatten - gegen 0.40 Uhr - haben wir alle Mann gebraucht. Zudem brannte es ja in einer Pension mit mehr als 20 Gästen. Das hätte auch anders ausgehen können", resümiert Abfalterer.

Als der Maschinenraum nach dem Löschen der Flammen mittels Wärmebildkamera kontrolliert wurde, wurden an den Wänden noch immer 180 Grad Celsius gemessen. Nachdem der Brand unter Kontrolle gebracht war, übernahm die Wehr von Luttach die Nachlöscharbeiten, die anderen Wehren konnten wieder einrücken.

24 Gäste vor Ort erstversorgt

Obwohl sich der Brand im Keller abspielte, erreichten die Rauchschwaden auch die darüberliegenden Zimmer. Insgesamt wurden 24 Gäste der Pension in Sicherheit gebracht: Sie wurden in ein von der Feuerwehr aufgestelltes Zelt gebracht, wo sie vom Team des Weißen Kreuzes und dem Notarzt sowie von der Schnelleinsatzgruppe aus Bruneck betreut wurden.

In einem Zelt wurden die Gäste der Pension erstversorgt, sie mussten glücklicherweise nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Foto: FFW Luttach

4 Personen erlitten eine leichte Rauchgasvergiftung, glücklicherweise musste jedoch niemand ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Die Brandursache steht noch nicht fest. Die Berufsfeuerwehr hat am Vormittag mit den Ermittlungen begonnen, begleitet von den Carabinieri.

stol/liz

stol