Montag, 26. März 2018

Brand in Sibirien fordert über 60 Todesopfer

Bei einem verheerenden Brand in einem Einkaufszentrum in der sibirischen Stadt Kemerowo sind über 60 Menschen ums Leben gekommen. Mindestens 40 weitere Menschen wurden nach Behördenangaben schwer verletzt. Mehr als 500 Helfer waren mit den Löscharbeiten beschäftigt, sie bekamen das Feuer erst nach Stunden unter Kontrolle, wie der Katastrophenschutz Montag früh mitteilte.

Großeinsatz der Rettungskräfte. - Foto: APA (AFP)
Großeinsatz der Rettungskräfte. - Foto: APA (AFP) - Foto: © APA/AFP

Unter den Toten soll auch eine Reihe von Kindern sein. Nach 6 Menschen wird noch gesucht.

Es wurde befürchtet, dass die Opferzahl noch steigt, denn Dutzende Menschen wurden noch vermisst. Es bestehe jedoch kaum Hoffnung, dass weitere Überlebende gefunden würden, hieß es aus Sicherheitskreisen.

Das Feuer war am frühen Abend im vierten Stock in der Nähe eines Kinosaales ausgebrochen und erfasste eine Fläche von rund 1600 Quadratmetern. Unter den Toten waren auch zahlreiche Kinder, die sich zum Zeitpunkt des Brandes in einer Spielecke aufgehalten haben sollen. Zahlreiche Menschen sollen aus einem Fenster gesprungen sein.

Die genaue Brandursache war vorerst nicht bekannt. Ermittler gingen zunächst von einem defekten Kabel aus. Drei Menschen wurden unterdessen festgenommen. Darunter soll sich auch der Direktor des Einkaufszentrums befinden.

Das Einkaufszentrum war erst im Jahr 2013 eröffnet worden. Präsident Wladimir Putin sprach den Angehörigen sein Beileid aus. Seinem Sprecher zufolge ordnete er noch am Sonntag an, Einsatzkräfte mit Spezialausrüstung aus Moskau nach Kemerowo zu schicken.

Kemerowo liegt in Westsibirien, rund 3000 Kilometer von der russischen Hauptstadt entfernt. Mehr als 500.000 Menschen leben in der Industriestadt, die im Kusbass liegt, Russlands größtem Kohlerevier.

apa/dpa

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stol