„Das Feuer hatte sich auf die Fassadenverkleidung und die Fassadendämmung oberhalb der Trafokabine ausgebreitet“, teilte die Berufsfeuerwehr Bozen mit, die gegen 8.00 Uhr alarmiert wurde. „Nach rund 40 Minuten war der Brand am Transformator gelöscht“, so die Berufsfeuerwehr. <BR /><BR />Das Feuer sei durch einen technischen Defekt ausgebrochen. „Bei der Nachkontrolle wurde festgestellt, dass sich der Brand auch auf die Dachisolation der Halle ausgebreitet hatte“, so die Berufsfeuerwehr. <h3> Feuerwehrleute müssen Dach öffnen</h3>Um das Feuer am Dach löschen zu können und ein Ausbreiten des Brandes zu verhindern, musste das Dach von der Feuerwehr geöffnet werden. Die Freiwillige Feuerwehr St. Jakob/Grutzen unterstützte die Berufsfeuerwehr bei diesen Kontroll- und Öffnungsarbeiten. Dabei wurde die Blechverkleidung abgenommen, um die darunterliegende Isolation zu löschen und auf weitere Glutnester zu kontrollieren. <BR /><BR />Der Transformator wurde zerstört, Schäden sind an der Fassadenverkleidung, an der Fassadendämmung sowie an Teilen der Dachisolation entstanden. Der Mittelspannungstransformator dient dazu, die in der Anlage erzeugte elektrische Energie auf Mittelspannung zu transformieren und ins Stromnetz einzuspeisen.<h3>So geht es mit der Müllverbrennung weiter</h3>Da die Müllverwertungsanlage, in der auch Müll aus der Provinz Trient verbrannt wird, beschädigt wurde, wurde sie von der Betreibergesellschaft „eco center“ mit Hilfe eines stationären Generators kontrolliert heruntergefahren. Laut Ingenieur Loris Paternoster, Leiter des Bereichs Abfallbewirtschaftung, wird die Anlage, die auch Strom produziert, für mehrere Wochen ausfallen. <BR /><BR />Da aber für genau solche Fälle ein zweiter Mittelspannungstransformator angeschafft worden sei, verkürze sich die Zeit bis zur Wiederinbetriebnahme der Anlage, betonte Paternoster. Die Wartezeit für einen neuen Mittelspannungstransformator betrage betrage sonst bis zu sechs Monate. Die Anlieferung vom Hausmüll an die Müllverbrennungsanlage wird regulär fortgesetzt, erklärte „eco center“.<BR /><BR /> Der Müll wird laut Ing. Loris Paternoster, Leiter des Bereichs Abfallbewirtschaftung, so lange auf dem Gelände der Anlage zwischengelagert, bis der Müllofen wieder in Betrieb genommen werden kann. Sollte der Platz nicht ausreichen, könne man auf die Deponie für ungefährliche Abfälle in Pfatten ausweichen. <BR /><h3> „Die Abfallentsorgung in Bozen ist gewährleistet“</h3>„eco center“-Generaldirektor Marco Palmitano erklärt in einem Interview, wie es nach dem Brand weitergeht und welche Auswirkungen das Feuer hat.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1327401_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><b>Herr Palmitano, wie lange fällt die Anlage aus?</b><BR />Marco Palmitano: Voraussichtlich zwei bis drei Wochen. Zunächst müssen die Brandschäden behoben und der zerstörte Transformator ausgebaut werden. Anschließend erfolgen die Sanierungsarbeiten, bevor schließlich der neue Mittelspannungstransformator samt Leitungen installiert wird.<BR /><BR /><b>Hat der Brand Auswirkungen für die Bürgerinnen und Bürger in Bozen?</b><BR />Palmitano: Nein, die Abfallentsorgung ist gewährleistet. Der Müll wird wie gewohnt abgeholt.<BR /><BR /><b>Wo wird er zwischengelagert?</b><BR />Palmitano: In der Zwischenzeit wird der Beschickungsschacht auf dem Areal der Anlage den Müll aufnehmen. Die Kapazität sollte reichen. Die Aufnahme von Sonderabfall von Privaten haben wir vorerst ebenso gestoppt wie die Anlieferung von Müll aus dem Trentino, da die Provinz Trient alternative Abnehmer hat. Deshalb dürfte es für diese Übergangzeit zu keinen großen Problemen kommen. <BR /><BR /><b>Wie viel Abfall wird jährlich in der Anlage angeliefert?</b><BR />Palmitano: Etwa 130.000 Tonnen Müll, pro Woche im Durchschnitt ca. 2500 Tonnen.<BR /><BR /><b>Wie hoch ist der Schaden, der durch das Feuer entstanden ist?</b><BR />Palmitano: Der Gesamtschaden ist schwer abzuschätzen, da die Erhebung noch läuft. Der Mittelspannungstransformator kostet etwa 180.000 Euro. Aber das Feuer hat auch einen Teil der Fassade beschädigt und wie hoch dieser Schaden ausfällt, steht heute noch nicht fest. Aber natürlich sind wir versichert.