Samstag, 28. November 2015

Brasilien fordert Milliardenbetrag nach Bergwerks-Dammbruch

Nach dem Dammbruch in einem Eisenerz-Bergwerk will die brasilianische Regierung von dem Bergbau-Unternehmen 20 Milliarden Reais (5 Mrd. Euro) zur Säuberung des verseuchten Flusses Rio Doce fordern. Das habe Bundesgeneralanwalt Luis Inácio Adams am Freitag auf einer Pressekonferenz erklärt, berichtete das Nachrichtenportal G1. Er werde am Montag eine entsprechende Zivilklage gegen das Unternehmen Samarco erheben.

Die Mündung des verseuchten Flusses Rio Doce in den Atlantik.
Die Mündung des verseuchten Flusses Rio Doce in den Atlantik. - Foto: © APA/AFP

Nach dem Dammbruch vor drei Wochen hatte eine Schlammlawine die rund 600 Einwohner zählende Ortschaft Bento Rodrigues, 250 Kilometer nördlich von Rio de Janeiro, überrollt. Dabei kamen mindestens 13 Menschen ums Leben, weitere 10 Menschen galten noch als vermisst.

Über 50 Millionen Tonnen Schlamm mit Metallabfällen flossen in den Río Doce ein. Der Schlamm aus dem geborstenen Klärbecken der Mine verschmutzte den Flusslauf auf einer Strecke von rund 800 Kilometern bis zur Mündung im Atlantischen Ozean.

Rund neun Tonnen tote Fische wurden aus den Gewässern geholt.

Samarco, nach eigenen Angaben die zehntgrößte Exportfirma Brasiliens, gehört zu gleichen Teilen dem brasilianischen Bergbaukonzern Vale und dem australischen Unternehmen BHP Billiton.

dpa

stol