Noch weiß niemand so ganz genau, was am Wochenende los sein wird auf den Straßen im Vinschgau. Die Einsatzkräfte rechnen jedenfalls mit dem schlimmsten Fall der Fälle, nämlich Staus. Darauf haben sie sich vorbereitet. Wer sich nicht unbedingt auf den Durchzugsstraßen aufhalten muss, sollte sich je nach Verkehrslage überlegen, vielleicht lieber zu Hause zu bleiben.<BR /><BR />„Bei Algund ab dem Ende der Schnellstraße MEBO bis Spondinig“ und „von Spondinig bis zur Staatsgrenze am Reschenpass“ herrscht am kommenden Samstag, 30. Mai, ab 7 Uhr ein Fahrverbot für Fahrzeuge zur Güterbeförderung über 7,5 Tonnen. <BR /><BR />Der Grund ist die Brennerblockade, welche am Samstag durchgeführt wird – und die unter Umständen im Vinschgau zu einer regelrechten Blechlawine führen könnte. Mit dem Verbot für Schwerfahrzeuge werden zwar viele Fahrzeuge praktisch aus dem Verkehr gezogen, aber potenziell Tausende und Abertausende von Autolenkern könnten dennoch versuchen, den Brenner zu umfahren und über den Vinschgau Richtung Gardasee bzw. Richtung Norden zu gelangen.<h3>Wer nicht muss... sollte besser daheim bleiben</h3>Die Landesverwaltung weist auf diesen Umstand hin und bittet dringend darum, auf nicht nötige Fahrten am Samstag zu verzichten. Dem nicht genug: Auch am Tag zuvor und danach sollten Verkehrsteilnehmer mit erhöhtem Verkehrsaufkommen rechnen, überall im Land. Und auch die Vinschger Einsatzkräfte bitten darum, in dieser Zeit auf unnötige Fahrten zu verzichten. <BR /><BR />Die Vinschger Gemeinden, das Regierungskommissariat, die Carabinieri und die Ortspolizei Vinschgau sowie die Freiwilligen Feuerwehren und das Weiße Kreuz arbeiten zusammen und haben sich im Vorfeld der Blockade ausgetauscht. Der Tenor dabei: Man möchte sich auf das Schlimmste vorbereiten. Niemand weiß derzeit, ob und in welchem Ausmaß es am Samstag zu einem Stau kommen wird – aber vorbereitet sein möchte man auf jeden Fall.<h3>Mehr Polizeikräfte, Zivilschutz, Moto-Unterstützung</h3>Daher werden zusätzliche Streifenwagen von Ortspolizei und Carabinieri im Einsatz sein und eine Gruppe des Betreuungszuges des Weißen Kreuzes in Prad bereitstehen, sollte sie gebraucht werden. Die Zivilschützer und Zivilschützerinnen könnten Personen, die längere Zeit in einem Stau stehen, mit Getränken und Brötchen versorgen. Um dies machen zu können, müssten sie natürlich mit Einsatzwägen vorankommen, was in einem Stau nicht von vornherein gesichert ist. Aber das gilt für Einsätze allgemeiner Art in dieser Zeit auch. Schnelle Hilfe kann im Übrigen dann durch die Motorradstaffel des Weißen Kreuzes erfolgen.<BR /><BR />Im Vinschgau kommt erschwerend hinzu, dass der Brenner-Umleitungsverkehr nochmals mit dem üblichen Schweizer Durchzugsverkehr aufgestockt wird, was zu weiteren Belastungen führen dürfte. Die Vinschger Einsatzkräfte sind sich jedenfalls der Lage bewusst und versuchen, sich möglichst gut vorzubereiten. <BR /><BR />Nun bleibt zu hoffen, dass der Ansturm vielleicht doch weniger stark ausfällt als befürchtet – und dass viele Auto- und Motorradfahrer auf unnötige Fahrten verzichten. Zudem wird darum gebeten, keine Ausweichrouten zu nutzen, um Verstopfungen dort zu verhindern. Ob sich dieser fromme Wunsch allerdings ausgeht, wird die Auswertung des Wochenendes zeigen.