Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider gehörte bereits 2005, als junger Ingenieur, zu den Planern des BBT-Projektes und setzte sich dann als Parlamentarier in Rom für dessen Umsetzung ein. Heute verfolgt er als zuständiger Landesrat die Fortschritte mit besonderer Aufmerksamkeit.<BR /><BR /><b>Herr Alfreider, Sie waren von Anfang an beim BBT-Projekt dabei. Wie erleben Sie heute diese Verbindung?</b><BR />Daniel Alfreider: Als Ingenieur hatte ich die Möglichkeit, direkt am Projekt Brennerbasistunnel mitzuarbeiten, in einer Phase, in der nur wenige wirklich an dieses Werk geglaubt haben. Ganz im Gegenteil, damals wurden wir von einigen Gruppen und Gegnern vehement und auf allen Ebenen angegriffen. Als ich dann ab 2013 als Parlamentarier fünf Jahre in Rom tätig war, konnte ich mit dazu beitragen, viele wichtige Fortschritte zu erzielen, vor allem in Zusammenarbeit mit der EU und den Staatsbahnen. Es ist für mich persönlich, aber eben auch beruflich eine große Genugtuung, die positive Entwicklung eines Projekts verfolgen zu können, an das viele Mitstreiter und ich von Anfang an geglaubt haben, um die Menschen in Südtirol entlang dieses Korridors zu entlasten.“<BR /><BR /><b>Das erstmalige Zusammentreffen der Erkundungstunnels, das morgen passiert, ist ein historischer Moment. Was bedeutet er für Sie persönlich?</b><BR />Alfreider: Es ist ein sehr emotionaler Moment. Einen Kilometer unterhalb der Erdoberfläche treffen sich Südtirol und Nordtirol, und zwar im Rahmen des Projektes für den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Dieser Durchbruch ist nicht nur ein riesiger bautechnischer Schritt, sondern setzt ein ganz starkes Zeichen. Dieser Tunnel verbindet Europa, und zwar mit einer modernen, elektrifizierten Eisenbahn unter den Alpen und unter Südtirol hindurch – ein wahres Connecting Europe. Für mich ein absolut emotionaler und historischer Moment für Südtirol, den gesamten Brenner-Korridor und für Europa.<BR /><BR /><b>Was bedeutet der BBT heute für Südtirol?</b><BR />Alfreider: Am Anfang gab es, wie erwähnt, viele Gegner. Zum Glück waren unsere Bürgermeister und Gemeinden grundsätzlich positiv eingestellt und haben trotz starkem Gegenwind immer an den BBT geglaubt. Heute, viele Jahre später, ist die Erwartung hingegen groß, weil man verstanden hat, wie sehr der BBT das tägliche Leben und die Mobilität in Südtirol verbessern wird. Weniger Lkw-Verkehr auf der Straße, größere Spielräume für den lokalen Schienenverkehr und eben eine moderne, europäische Bahnverbindung, welche Südtirol insgesamt entlastet und besser und vor allem nachhaltiger erreichbar macht. Der BBT ist nicht mehr eine ferne Vision, sondern eine nahe Realität.<h3> Premier Giorgia Meloni bei historischem Moment am Brenner</h3>Am Donnerstagmittag ist es so weit: Unterm Brenner erfolgt in rund einem Kilometer Tiefe der Durchstich des Erkundungsstollens. Damit wird es beim europäischen Eisenbahninfrastrukturprojekt erstmalig eine unterirdische Tunnelverbindung zwischen dem Projektgebiet Österreich und Italien geben. <BR /><BR />Diesem historischen Moment beiwohnen werden neben den Landeshauptleuten <Fett>Arno Kompatscher</Fett> (Südtirol) und <Fett>Anton Mattle</Fett> (Tirol) auch EU-Verkehrskommissar <Fett>Apostolos Tzitzikostas</Fett>, Österreichs Bundeskanzler <Fett>Christian Stocker</Fett>, Österreichs Verkehrsminister <Fett>Peter Hanke</Fett> und Italiens Vize-Ministerpräsident und Infrastrukturminister <Fett>Matteo Salvini</Fett>. <BR /><BR />Seit Dienstagabend ist auch fix, dass Italiens Ministerpräsidentin <Fett>Giorgia Meloni</Fett> ebenfalls an der Feier am Brenner teilnehmen wird.<BR /><BR /> <a href="mailto: redaktion@stol.it" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Anregungen zum Artikel / Fehler entdeckt? Schreiben Sie uns!</a>