„Es stimmt, das Schuljahr ist fast um, aber nach dem Schuljahr ist vor dem Schuljahr. Uns geht es darum langfristig mit den verschiedenen Ordnungskräften gemeinsame Strategien für mehr Sicherheit zu entwickeln“, sagt Bürgermeisterin Katharina Zeller. Ein Brennpunkt sei das Schulzentrum Karl Wolf.<BR /><BR />Zum heutigen Treffen lädt Regierungskommissarin Maddalena Travaglini ein. Mit Bürgermeisterin Zeller wird auch der Kommandant der Stadtpolizei, Alessandro De Paoli, daran teilnehmen. Prinzipiell gehe es um Jugendgewalt und einer der Knackpunkte sei das große Schulzentrum Karl Wolf in eben derselben Straße. „Das ist einer der Brennpunkte“, sagt Zeller. Dort kämen Hunderte Schüler verschiedener Altersgruppen – Mittel- und Oberschüler – auf einem großen Areal zusammen. „Das Problem sind nicht die Schulen, sondern die Konzentration verschiedener Altersgruppen. Und das Gelände wird auch außerhalb der Schulzeiten frequentiert“, sagt die Bürgermeisterin Zeller.<BR /><BR />Im Vorfeld habe man für Regierungskommissarin Travaglini ein Promemoria vorbereitet. Denn im vergangenen Schuljahr sei es zu einigen Vorfällen gekommen. In einer nicht mehr bewohnten Hausmeisterwohnung, die mittlerweile für schulische Zwecke genutzt werde, sei eingebrochen worden. Aber auch in eine der Sporthallen sei eingebrochen worden. Mitunter habe dort auch jemand übernachtet. <BR /><BR />Es sei auch vorgekommen, dass ein Schulkind erpresst worden sei. „Aufgrund all dieser Vorkommnisse sind wir sehr aufmerksam und sind froh, dass Regierungskommissarin Travaglini unser Anliegen sehr ernst nimmt. Wir hatten bereits in den vergangenen Monaten eine erhöhte Polizeipräsenz. Die Polizisten waren auch in Zivil unterwegs. Dadurch konnte einiges beobachtet werden“, sagt Zeller. <BR /><BR />Zudem fand heute Nachmittag im Rathaus ein Treffen der Bürgermeisterin mit Schuldirektoren, Lehrern, den Sozialdiensten sowie allen Sicherheitskräften statt. „Wir wollen den Schulführungskräften und Lehrern ans Herz legen, alle Vorfälle den Polizeikräften zu melden. Denn gegen Vorfälle, von denen wir nichts wissen, können wir auch nichts unternehmen“, erklärt die Bürgermeisterin das Anliegen. In dieser Arbeitsgruppe sollen mit dem heutigen Treffen die Zusammenarbeit als auch der Informationsfluss zwischen allen Akteuren verbessert werden.<BR /><BR />Parallel zu dieser Arbeitsgruppe mit den Schulen, Sicherheitskräften und Sozialdiensten soll eine weitere ins Leben gerufen werden, die sich mit Präventionsstrategien befasst. „Die ein Netzwerk aufbaut, die Kinder, Jugendliche und deren Familien auffängt“, so Zeller.