Mittwoch, 23. Dezember 2020

Brief statt Besuch: Bischof Muser schreibt an Gefängnis

Es gehört mittlerweile zur vorweihnachtlichen Tradition, dass der Bischof das Bozner Gefängnis besucht und eine Weihnachtsandacht feiert. Weil aufgrund der Corona-Bestimmungen heuer kein Besuch möglich ist, hat Bischof Ivo Muser den Gefangenen und dem Personal persönliche Weihnachtswünsche in Form eines Briefes und eines kleinen Geschenks überbracht.

Bischof Muser bei seinem Besuch im Gefängnis 2019.
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Bischof Muser bei seinem Besuch im Gefängnis 2019.
Bischof Muser konnte heuer keine Weihnachtsandacht im Gefängnis von Bozen feiern, aber trotzdem wollte der Bischof den Gefangenen und dem Personal seine Weihnachtswünsche überbringen. Dazu hat Bischof Muser einen Brief verfasst, der von Gefängniskaplan P. Giorgio Gallina an die Insassen und Mitarbeiter übergeben worden ist.

Darin schreibt der Bischof: „Die Weihnachtsnacht hat alles verändert: Es war ein Neuanfang. Von dieser Nacht an war es für die Menschen möglich, Kinder Gottes zu werden. Möge dieses Weihnachtsfest auch für Euch im Gefängnis ein Neuanfang sein: weil Jesus gekommen ist, um unter uns zu wohnen, um uns zu sagen, dass ein anderes Leben möglich ist, dass wir alle Kinder Gottes sind und wir eine andere Geschichte schreiben können. Den Gefangenen und ihren Familien wünsche ich deshalb, dass Weihnachten in diesen noch schwierigeren Zeiten Hoffnung geben möge. Ich danke den Verantwortlichen und dem Personal, die sich bewusst sind, wie heikel und wichtig Ihre Arbeit ist. Ich danke den Freiwilligen, die immer da sind, um zuzuhören, um einen Dialog zu führen und die bereit sind, ein Stück des Weges mit anderen Lebensgeschichten zu gehen.“

Alle Insassen des Gefängnisses haben vom Bischof noch ein kleines Weihnachtsgeschenk in Form von Weihnachtskeksen erhalten.


stol